Neue Show beeindruckte die Gäste mit akrobatischen Tanzeinalgen
Phantasialand BrühlFantissima lässt die Physik Kopf stehen

Mit einer beeindruckenden Bühnenshow präsentierte das Phantasialand die Dinnershow Fantissima
Copyright: Merle von Mach
Frauen tanzten den Männern auf der Nase herum, sodass sie ihnen buchstäblich die Stirn boten. Als am vergangenen Freitag bei der großen Eröffnungsnacht der Dinnershow Fantissima des Phantasialands Akrobatinnen auf der Stirn ihres Tanzpartner balancierten, schienen physikalische und körperliche Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt. Unter Kronleuchtern und an feierlich gedeckten Tischen konnten sich die rund 300 Gäste auf eine vierstündige Dinnershow freuen, die keine Wünsche offenließ.
Knoten und Verschlingungen
„Unser Ziel ist es, dass jeder, der die Fantissima-Show zum erstem Mal sieht, sagt: Sowas habe ich noch nie gesehen“, sagte Christina Hermann, Sprecherin des Phantasialands. In Zeiten der Bilder- und Videoflut, könnte man durchaus meinen, alles gesehen zu haben, doch Fantissima wartete mit zahlreichen Showacts auf, die den einen oder die andere die Hände über den Kopf schlagen ließ. Obwohl der Abend mit einer harmlosen aber stimmungsvollen Tanz- und Gesangsnummer startete, zog bereits der zweite Act die ersten Gäste in den Bann:

Ungewöhnliche Tanzeinlagen beeindruckte die Zuschauer im Saal.
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So vollführte der Seilkünstler Kaue Rodrigo Soares Santos Silva Kunststücke zwischen diversen Knoten und Verschlingungen, ließ sich schließlich über Kopf fallen, um kurz vor dem Boden von seinem Seil gehalten zu werden. Kurze Erholung nach der ersten Aufregung bot der erste von vier Gängen, doch bereits im zweiten Teil der Show ging es turbulent weiter. Zwischen Gesangseinlagen von Viktoriia Kmyrova und Eugene Stovall begeisterte das „Ballet on shoulder“-Duo das Publikum, denn hier balancierte Dianelis Coralia Gracia Reyes auf ihrem Partner Eiler Torres Guerrero herum - mal auf der Schulter und mal eben auf der Stirn.
Auch Tanzfreunde kamen immer wieder auf ihre Kosten: Die siebenköpfige Tanzgruppe der JB Dance Company vollführte zwischen Paar- und Gruppenkonstellationen alle Arten von Tanz, die von feurigem Tango bis hin zu Commercial- und Showtänzen reichte. Die Tänzerinnen und Tänzer setzten gezielt die im eigenen Hause geschneiderten Kostüme ein: Sie spielten mit opulenten Hüten, funkelnden Paillettenkleidern und Kostümen, die inmitten der Tänze wandelbar und knapper wurden.

Frauen tanzten den Männern auf dem Kopf herum, sodass sie ihnen buchstäblich die Stirn boten.
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Es folgte eine Laser-Akrobatikeinlage, eine Zaubernummer, Robotertänze und Gesangseinlagen. Ganz dem Konzept von Fantissima entsprechend pausierten die Showeinlagen zum nächsten Gang, sodass den Gästen die Möglichkeit gegeben wurde, sich auszutauschen und sich kulinarisch zu stärken, bevor es in den nächsten Teil der Show ging, der noch einmal mit den wohl überraschendsten Darbietungen auftrumpfte. Nachdem funkelnde Drohnen wie Sterne auf der Bühne und durchs Publikum flogen, folgten die unglaublichen Verrenkungen von Fiyori Teklu Gebremedhin, die mit ihrem Partner Yowhannes Tesfu Gerezihar Darbietungen der sogenannten Adagio-Artistik vollführte. Nachdem auch sie zeitweilig auf dem Kopf ihres Kollegen einen Standspagat präsentierte, folgte eine ungekannte Form, bei dem das Artistikpaar einzig mit einem Mundstück verbunden blieb.
Wir versuchen nicht nur die Qualität zu halten, sondern in jeder Saison etwas Neues zu präsentieren
So türmte die junge Akrobatin über dem Kopf des Partners, der sie nur durch das besagte Mundstück hielt. Manchmal waren die Verrenkungen und Hyperflexibiltät so widernatürlich, dass sich das Publikum die Augen zuhielt oder vor Erstaunen den Kopf schüttelte. „Wir versuchen nicht nur die Qualität zu halten, sondern in jeder Saison etwas Neues zu präsentieren“, betonte Christina Hermann.
Das gelte nicht nur für die Performances und die Lichtshow auf der Bühne, sondern auch für die Menüentwicklung, sowie die Showkostüme. Mit einer rührenden Lobesrede der künstlerischen Gesamtleiterin Manuela Löffelhardt endete der intensive Abend unter großem Tosen, Musik und Standing Ovations und nicht zuletzt vielen Eindrücken eines fulminanten Gesamtkunstwerks.
