Georg Frey, Kreisvorsitzender des Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverband (Dehoga), erwartet positive Folgen für den Tourismus und die Wirtschaft.
Impuls für WachstumDehoga-Kreischef Georg Frey sieht in Phantasialand-Ausbau große Chancen

Georg Frey ist Kreisvorsitzender des Verbands Dehoga, er befürwortet einen Ausbau des Phantasialands.
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Für eine Erweiterung des Phantasialands hat sich Georg Frey, der Kreisvorsitzende des Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverband (Dehoga), ausgesprochen. In seiner Funktion vertrete er die Interessen vieler Hotels, Restaurants, Cafés und touristischer Betriebe in der Region. „Deshalb betrachte ich die geplante Erweiterung des Phantasialands vor allem unter dem Gesichtspunkt, welche Chancen für den Tourismus, die Wirtschaft und insbesondere Beschäftigung junger Menschen entstehen“, so Frey.
Das Phantasialand sei längst mehr als ein Freizeitpark. Es sei einer der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte Deutschlands und ein Aushängeschild für Brühl, den Rhein-Erft-Kreis und die gesamte Region. Viele Besucher des Freizeitparks blieben nicht nur für einen Tag, sondern nutzten Hotels, Restaurants und weitere Freizeitangebote.
Belange des Naturschutzes sollen sorgfältig geprüft werden
„Jeder Besucher bringt Wertschöpfung in unsere Region“, sagt der Dehoga-Vorsitzende. Davon profitierten nicht nur große Unternehmen, sondern auch viele mittelständische und familiengeführte Betriebe. Außerdem wachse bei einem Ausbau des Phantasialands automatisch auch der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern in Hotellerie und Gastronomie sowie weiteren, angegliederten Branchen. Das eröffne jungen Menschen Möglichkeiten.
Frey sieht die Notwendigkeit, Fragen des Naturschutzes sorgfältig zu prüfen. „Dafür gibt es Fachbehörden, Gutachter und politische Entscheidungsträger. Als Vertreter des Gastgewerbes liegt mein Schwerpunkt jedoch auf den Chancen für unsere Region. Und aus dieser Perspektive sehe ich in der Erweiterung des Phantasialands eine große Möglichkeit, den Tourismus nachhaltig zu stärken.“
Laut dem Freizeitpark sollen im Phantasialand durch den Ausbau mehr als 800 neue Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kämen demnach viele weitere bei Betrieben, die im Auftrag des Parks tätig sind, wie etwa Handwerker oder Lieferanten. Naturschützer und Teile der Brühler Politik wenden sich gegen einen Ausbau des Parks auf Kosten eines großenteils unter Schutz stehenden Areals rund um den Ententeich. Sie sehen den Verlust eines wertvollen Biotops, negative Folgen für den Klimaschutz und Gefahren bei Starkregen für tiefer gelegene Stadtteile Brühls.
Ausbau-Gegner warten auf grünes Licht für Unterschriften-Sammlung
Mit einem Bürgerentscheid will das Netzwerks NSG Ententeich den Ausbau des Phantasialands stoppen. Dazu haben die Verantwortlichen nach eigenen Angaben der Stadtverwaltung entsprechende Unterlagen eingereicht, um ein Bürgerbegehren zu beantragen und eine Unterschriften-Aktion zu starten. Das Papier muss genehmigt und um eine Kostenschätzung ergänzt werden. „Die Stadt muss auf der Unterschriften-Liste vermerken, welche Kosten ihr entstehen, wenn der Bürgerentscheid durchkäme, also das Verfahren zu Aufstellung eines Bebauungsplans abgebrochen würde“, erklärt Netzwerk-Sprecherin Christine Hölzmann.
Sobald das genehmigte Formular vorliege, wolle man mit der Sammlung beginnen. Binnen sechs Wochen müssen dann mindestens 2500 gültige Unterschriften von über 16-jährigen wahlberechtigten Brühler Bürgerinnen und Bürgern vorliegen. Dann erfolgt die Übergabe an die Stadt, die die Unterlagen prüft und – sofern alles für korrekt befunden wird – binnen drei Monaten den Bürgerentscheid einleiten muss. (wok)
