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Elsdorfs Bürgermeister fordertLetzte Protestler sollen Hambi zügig verlassen

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Teilnehmer einer Mahnwache verfolgten 2025 die Räumung des Sündenwäldchens am Hambacher Forst aus einiger Entfernung.

Teilnehmer einer Mahnwache verfolgten 2025 die Räumung des Sündenwäldchens am Hambacher Forst aus einiger Entfernung.  

Andreas Heller (CDU) findet, dass der Hambacher Forst „endlich zur Ruhe kommen“ solle. Er begrüßt die Pläne für einen Urwald am Tagebaurand.

Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller fordert das Land NRW auf, dafür zu sorgen, dass die letzten verbliebenen Umweltaktivisten den Hambacher Forst „zügig verlassen“. Der Wald solle „endlich zur Ruhe kommen und sich ungestört entwickeln“. Dies sagte der CDU-Politiker aus Anlass der am Dienstag (9. Juni) geschlossenen Vereinbarung für die künftige Ausgestaltung des langjährigen Symbols für den Widerstand gegen den Braunkohle-Tagebau.

Landesregierung, Kommunen, Naturschutz und Landwirtschaft hatten sich mit dem Eigentümer, dem Energiekonzern RWE, darauf geeinigt, dass der verbliebene Teil des Forstes ergänzt durch Aufforstungen zu einem Urwald entwickelt werden soll.

Elsdorf: Stadt hat Klage gegen das Land NRW erhoben

Heller, der den Vertrag selbst mit unterzeichnet hatte, sprach von „einem guten Tag für unsere Region“.  Sie sitze künftig mit am Entscheidungstisch „Es wird oft über uns als geschundene Region gesprochen. Künftig wird man mit uns sprechen müssen. Die heutige Vereinbarung schafft eine neue Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen Land und Region“, betont Elsdorfs Bürgermeister.

Heller befindet sich auf anderer Ebene mit dem Land in einer juristischen Auseinandersetzung. Ende 2025 hatte Elsdorf eine Kommunalverfassungsbeschwerde erhoben. Es geht um den geänderten Braunkohlenplans für den Tagebaus Hambach. Die Stadt sieht darin ihr im Grundgesetz garantierte Recht auf kommunale Selbstverwaltung verletzt, da ihr hierdurch erhebliche Entwicklungsperspektiven genommen würden.

Auf dem Foto sind Vertreter der Landesregierung, von RWE und Naturschutzverbänden sowie Bürgermeister zu sehen.

Mona Neubaur (4.v.r., Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie von Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Ministerpräsidentin, Oliver Krischer (4.v.l., Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr und Silke Gorißen (M, CDU), Landwirtschaftsministerin, unterzeichnen eine Erklärung zum dauerhaften Schutz für den Hambacher Wald. Andreas Heller (l.) war dabei.

Der CDU-Politiker sprach davon, seine Stadt sei nicht bereit, das „Sonderopfer für den Kohleausstieg 2030 entschädigungslos hinzunehmen“. Als Sonderopfer betrachtet er „das vergessene Stadtgebiet“. Sein Ziel: Eine finanzielle Entschädigung durch das Land.

Die Fraktion der Linken im Kreistag begrüßt die Planungen für den Hambacher Forst. Sie sähen dieses Ergebnis „als Erfolg jahrelangen unermüdlichen Engagements vieler Menschen der Region für die Erhaltung des Waldes“.  Der Fraktionsvorsitzende Stefan Söhngen sagte auch, am Beispiel Hambi zeige sich, dass sich Protest und zivilgesellschaftliches Engagement lohnten.

Er erinnerte auch daran, dass im September 2018 der 27-jährige Aktivist und Dokumentarfilmer Steffen Horst Meyn im Hambacher Forst während einer Räumungsaktion aus rund 15 bis 20 Metern Höhe in den Tod gestürzt war.