Seit Januar wurden laut Polizei im Rhein-Erft-Kreis fünf Fälle angezeigt. Ein mutmaßlicher Kabeldieb wurde jetzt in Hürth gestellt.
Mutmaßlicher Täter gefasstMetalldiebe stehlen Kabel von öffentlichen Ladesäulen in Hürth

Auch an mehreren Ladesäulen für E-Autos auf dem Parkplatz des Fachmarktzentrums Eschweiler Straße in Hürth-Hermülheim wurden Ladekabel gestohlen.
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Metalldiebe hatten es in den vergangenen Monaten im Rhein-Erft-Kreis mehrfach auf Ladekabel von Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge abgesehen. Jetzt konnten Polizeibeamte in Hürth einen mutmaßlichen Kabeldieb stellen.
Nach Angaben der Polizei meldete sich in der Nacht zum Freitag (19. Juni) gegen 2.50 Uhr ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Er vermutete einen Diebstahl an einer Ladesäule auf dem Parkplatz des Penny-Markts an der Ingeborg-Bachmann-Straße in Hürth-Efferen. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass an einer Ladesäule ein Kabel abgetrennt worden war. Sie beobachteten außerdem, wie ein Mann ein Kleinkraftrad aus einem Gebüsch holte und in Richtung Sudetenstraße davonfuhr.
Hürth: Mutmaßlicher Kabeldieb hatte Werkzeug und Sturmmaske im Rucksack
Wenig später kontrollierten weitere Polizeikräfte den Verdächtigen an der Lortzingstraße. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten Werkzeug und eine Sturmhaube im Rucksack des 43-Jährigen. Darüber hinaus bestehe der Verdacht, dass das nicht zugelassene Zweirad gestohlen worden war. Einen Führerschein konnte der Mann nicht vorzeigen. Nach Polizeiangaben gab es Anzeichen für Drogenkonsum. Die Beamten nahmen ihn zur Blutprobe mit auf die Wache.
Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, wird auch in weiteren Fällen ermittelt. Bereits am 10. Juni gegen 3.30 Uhr hatten Unbekannte auf dem Parkplatz des Penny-Markts in Efferen Kabel von mehreren Ladesäulen gestohlen. Einen Tag später zeigte der Betreiber von Ladesäulen auf dem Parkplatz des Fachmarktzentrums an der Eschweilerstraße in Hermülheim den Diebstahl von Ladekabeln an. Der Tatzeitraum soll zwischen dem 3. und 7. Juni gelegen haben.
Weitere Diebstähle in Brühl und Wesseling angezeigt
Die Ermittlungen führt das Kriminalkommissariat 23, Hinweise nimmt die Polizei unter 02271/810 sowie per E-Mail entgegen. Nach Polizeiangaben wurden seit Januar drei weitere Diebstähle von Kabeln an öffentlichen Ladesäulen in Brühl und Wesseling gemeldet.
„Der Diebstahl von Ladekabeln an Elektro-Schnellladesäulen ist ein zunehmendes Problem geworden“, sagt Thomas Müther, Sprecher des ADAC Nordrhein. „Die Diebe haben es auf den Rohstoff Kupfer abgesehen.“ Neben den Einschränkungen für E-Autofahrer sei auch der wirtschaftliche Schaden für die Betreiber enorm. Nach Reparaturen müssten die Anlagen häufig nachgeeicht werden, bevor sie wieder in Betrieb gehen könnten. Der ADAC fordert deshalb eine Anpassung des Mess- und Eichrechts, um Kosten und Ausfallzeiten zu reduzieren.
Zum Schutz vor Diebstählen gibt es nach Angaben des ADAC-Sprechers verschiedene Lösungsansätze, darunter GPS-Tracker, Videoüberwachung, Farbpatronen in Kabelhüllen sowie besonders widerstandsfähige Ummantelungen, die das Durchtrennen von Kabeln erschweren. Darüber hinaus hält der Automobilclub eine Verschärfung der Strafen für sinnvoll, um potenzielle Täter abzuschrecken.
