Mit einer Planänderung soll der vierspurige Ausbau in Efferen beschleunigt werden. Mit einem Baubeginn ist aber frühestens 2027 zu rechnen.
Bundesstraße 265Warum der Ausbau der Luxemburger Straße in Hürth nicht vorankommt

Die Ortsdurchfahrt der Luxemburger Straße in Efferen soll vierspurig ausgebaut werden. Seit Jahren ist sie eine Engstelle.
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Die Ortsdurchfahrt von Efferen ist seit Jahren ein Nadelöhr auf der Luxemburger Straße an der Stadtgrenze zu Köln. Dort kommt es fast täglich zu Stoßzeiten zu Staus. Doch der geplante vierspurige Ausbau des rund 600 Meter langen Abschnitts der Bundesstraße 265 durch die Ortslage von Efferen lässt weiter auf sich warten.
Nun will der Landesbetrieb Straßen NRW das Projekt mithilfe eines sogenannten Planergänzungsverfahrens beschleunigen. Eine schnelle Lösung ist jedoch nicht in Sicht.
Der Ausbau in Efferen steht im Zusammenhang mit dem Gesamtprojekt Ortsumgehung Hermülheim (B 265n). Die 3,7 Kilometer lange Neubaustrecke um den Ortskern von Hermülheim wurde bereits im März 2021 nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Kurz vor Efferen mündet die Ausbaustrecke auf die alte Luxemburger Straße.
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Luxemburger Straße in Efferen bleibt auf Jahre hinaus ein Engpass
In Richtung Köln ist der vierspurige Ausbau der B 265 vom Autobahnanschluss an die A 4 bis zur Militärringstraße bereits weitgehend abgeschlossen – mit Ausnahme des Abschnitts durch Efferen. Ursprünglich sollte diese Lücke in Efferen bereits 2024 geschlossen werden. Die Corona-Pandemie und die Hochwasserschäden aus dem Sommer 2021, die den Landesbetrieb Straßen an anderer Stelle stark gefordert hatten, führten zu erheblichen Verzögerungen.
Dass es bis heute nicht weitergeht, liegt vor allem an ungelösten Grundstücksfragen. Für den Ausbau benötigt der Landesbetrieb vorübergehend Zugang zu privaten Grundstücken. „Durch den vierspurigen Ausbau der B 265 im Bereich der Ortsdurchfahrt Efferen ändern sich die Höhenlage der Straße und der Nebenanlagen – Gehweg und Radweg – im Verhältnis zu den angrenzenden Grundstücken“, erläutert Torsten Gaber, Sprecher von Straße NRW.
Straßen NRW braucht Zugang zu privaten Anliegergrundstücken
Um die Zufahrten anpassen zu können, werde ein Arbeitsstreifen auf den Grundstücken der Anlieger benötigt. Gaber: „Diesbezüglich brauchen wir eine Erlaubnis für die vorübergehende Beanspruchung eines Teils des jeweiligen Grundstücks.“ Dem Landesbetrieb liegt aber immer noch nicht die Zustimmung aller Grundstückseigentümer vor.
„Wir haben im vergangenen Jahr einen allerletzten Versuch unternommen, die betroffenen Anlieger schriftlich zu kontaktieren“, so Gaber. „Leider haben wir fast keine Reaktion auf unser Schreiben erhalten. Lediglich zwei von 22 betroffenen Anliegern haben auf unser Schreiben reagiert.“ Warum das so ist, dafür hat Gaber keine Erklärung.
Hürth: Planfeststellungsbeschluss soll ergänzt werden
Um dennoch voranzukommen, soll jetzt der Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Ortsumgehung aus dem Jahr 2011 ergänzt werden. Die bisherige Planungsgrenze endet an den an den privaten Grundstücken, sie soll nun entsprechend erweitert werden. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um Enteignungen, betont Gaber, der Landesbetrieb habe auch nicht vor, private Flächen zu kaufen. „Es geht nur um eine vorübergehende Betretungserlaubnis.“
Derzeit bereitet Straßen NRW die Unterlagen für das Planergänzungsverfahren vor. Im Sommer sollen die Akten bei der Bezirksregierung Köln als zuständiger Behörde eingereicht werden. „Wie lange das Verfahren dann dauert, ist nicht absehbar, vermutlich aber mindestens bis Ende 2026“, sagt Gaber.
Erst wenn ein rechtskräftiger Planänderungsbeschluss vorliege, könne der Ausbau der Ortsdurchfahrt Efferen fortgesetzt werden. Gaber: „Wir gehen von einer erforderlichen Bauzeit für den Umbau einschließlich Ausschreibungs- und Vergabeverfahren von zwei Jahren aus.“

