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HochwasserschutzBachverband erledigt Reparaturen an Rückhaltebecken in Pulheim

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Drei Männer reparieren einen Zaun.

Mitarbeiter des Bachverbandes haben am Regenrückhaltebecken Dansweiler und an der Talsperre Sinthern Reparaturarbeiten erledigt.

Metallbauer Thelen und Mitarbeiter des Bachverbandes waren für die Reparaturarbeiten im Einsatz.

Der Zugang zum etwa fünf Meter hohen Auslaufturm des Hochwasserrückhaltebeckens im Dansweiler Wald ist jetzt sicher, freut sich Horst Engel, Vorsteher des Unterhaltungsverbands Pulheimer Bach. Eine Brücke ohne Geländer hatte er an dem Bauwerk ausgemacht. Jetzt habe nachgerüstet werden können, teilt Engel mit.

Pulheim: Sicherheit am Dammbauwerk

Die Pulheimer Schlosserei Dirk Thelen habe die passgenauen Geländer hergestellt und eingebaut. Bei der Gelegenheit erläuterte Horst Engel die Funktion des Rückhaltebeckens. Bei Starkregen halte es die ankommende Welle aus dem kilometerlangen, verzweigten Netz der Ronnen von der Glessener Höhe zurück.

Über den Auslaufturm werde dann nur eine berechnete Wassermenge in die Dansweiler und die Brauweiler Ronne abgegeben, um sie auf dem Weg in den Kölner Randkanal nicht zu überfluten. Der Bachverband sorge auch weiterhin für Sicherheit am Dammbauwerk im Dansweiler Wald, so Engel weiter.

Abgestimmte Arbeiten

In Abstimmung mit dem Landesbetrieb Wald und Holz werde der Bewuchs im Wechselhieb-Verfahren jung gehalten. An Stelle eines Kahlschlages würden Bäume über mehrere Jahre verteilt entfernt. Auf der Wasserseite sei das Ziel der stetigen Ausdünnung bereits erreicht. Auf der Luftseite entferne man jetzt die letzten Bäume.

Dadurch könne die Gefahr größerer Löcher gebannt werden, die Wurzelteller bei Windbruch in den Damm reißen könnten. In absehbarer Zeit solle eine dichte und damit sichere Grasnarbe entstehen, erläuterte Engel. Auch am großen Regenrückhaltebecken zwischen Sinthern und Glessen ist der Bachverband aktiv.

Defekte Schranke

Aufgrund seines Rückhaltevolumens von deutlich über 80.000 Kubikmetern zählt es schon zu den Talsperren und unterliegt der Aufsicht der Bezirksregierung Köln. Jährlich sei ein Sicherheitsbericht und alle zehn Jahre ein „vertiefter Sicherheitsbericht“ erforderlich, so wie dieses Jahr, so Engel. Reparaturen durch den Metallbauer Thelen und Mitarbeiter des Bachverbandes seien hier ebenfalls erforderlich geworden.

Unter anderem musste eine defekte Schranke vor der Zufahrt zum Regenrückhaltebecken repariert werden. Spaziergänger könnten ihre „große Runde“ um die Talsperre auch nach der Reparatur absolvieren. Nur die „kleine Runde“ durch die Mitte des Beckens könne man jetzt nicht mehr so gehen wie gewohnt, so Engel. Früher seien Wanderer unter der kaputten Schranke durchgeklettert, was jetzt nicht mehr möglich sei.

Damit die „kleine Runde“ aber erhalten bleibe, habe der Bachverband das kleine Tor an der Dammstraße geöffnet, es liege direkt am Beginn der Verrohrung neben der großen Linde, so Engels Tipp für Ortskundige. Zukünftig solle ein „Spazierweg in Tal-Tiefe“, entlang des Baches durch die Talsperre geführt werden.

Darüber werde nach Einschätzung des Bachverbandes allerdings noch drei bis vier Jahre Planung und Bauzeit vergehen. „Alles geschieht bürgernah und unter großem Einsatz von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern des Bachverbandes“, betonte Verbandsvorsteher Horst Engel.