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NachfolgeFamilie Greis übergibt ihr Modegeschäft „Peter G.“ in Pulheim in neue Hände

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Zwei Frauen stehen an einer Kasse, sie lächeln in die Kamera.

Daniela Greis (l.) bleibt noch bis Ende des Jahres, Mitarbeiterin Heike Brocato wird übernommen. 

Daniela Greis ist froh, dass der Käufer den Laden in der Pulheimer City im Sinne der Familie weiterführt und die Mitarbeitenden übernimmt.

Momentan hat Daniela Greis viel um die Ohren. „Ich habe gar nicht gewusst, wie schwierig es ist, einen Laden abzuwickeln“, sagt die Geschäftsfrau mit Blick auf das Monatsende. Zum 1. Juli übergibt sie das bekannte Modegeschäft „Peter G.“, das sie gemeinsam mit ihren Eltern Leonie und Hans-Peter Greis geführt hat, an den Unternehmer Michael Kauke.

Sie betrachte die Situation mit einem lachenden und einem weinenden Auge, so die 58-Jährige. „Aber mir geht es soweit eigentlich gut. Ich bin froh, dass ich einen Nachfolger gefunden habe, der das Geschäft in unserem Sinne, mit allen Marken, weiterführt“. Dazu zählen beispielsweise Cambio, FFC, Bombers und Rossana Diva für die Damen, Suitable, Milestone und Alberto für die Herren. Vor allem aber freut sich Daniela Greis für die Mitarbeitenden. „Sie werden übernommen.“

Pulheim: Mit Herrenmode fing alles an

1984 hat die Familie Greis, die aus dem Kölner Norden stammt und dort auch nach wie vor zuhause ist, ihr Modegeschäft „Peter G.“ an der Straße „Auf dem Driesch“ 14-1 , im Herzen von Pulheim, eröffnet. „Wir kannten den Standort. Und obwohl es schon mehrere Herrengeschäfte in Pulheim gab, haben wir uns getraut, diesen Schritt zu gehen.“ Der Name „Peter G.“ war schnell gefunden. „Wir haben einfach den Vornamen meines Vaters genommen und unseren Nachnamen abgekürzt. Das hat sich flotter angehört.“ Einen Laden „Hans-Peter Greis“ zu nennen habe sich schon damals alt angehört.

In den ersten Jahren hat die Familie ausschließlich Herrenmode angeboten. 1996 hat sie das Sortiment erweitert und Damenmode dazu genommen. Als Reaktion auf die weibliche Kundschaft, die immer wieder danach gefragt habe. Auch die Optik des Ladens hat sich im Laufe der Jahre mehrfach verändert. „Wir haben ihn immer wieder neu gestaltet und renoviert.“

Ich bin wirklich froh, dass der Standort Pulheim bleibt 
Daniela Greis, Geschäftsfrau

2012, als Hans-Peter Greis in den Ruhestand gegangen ist, hat die Familie die Herrenabteilung geschlossen. Allerdings nur vorübergehend, für vier Jahre. „Da die Nachfrage so groß war, haben wir beschlossen, wieder Herrenmode anzubieten“, sagt die ausgebildete Kauffrau und Diplom-Betriebswirtin. Im Betrieb war sie für die Bereiche Einkauf, Verkauf, Personal, Waren und Präsentation verantwortlich, ihre Mutter Leonie Greis hat die Buchhaltung und die gesamte Administration erledigt. „Mein Vater hat immer noch ein bisschen mitgeholfen.“

Im vergangenen Jahr hätten ihre Eltern, die auf die 80 zugehen, dann aber beschlossen, dass es Zeit sei aufzuhören. „Dann kam mir die Idee, einen Käufer zu suchen, der das Geschäft weiterführt.“ Im Juli 2025 sei sie auf die Suche gegangen und habe relativ schnell einen Käufer gefunden. In einer Fachzeitschrift habe sie gelesen, dass der Unternehmer Michael Kauke gerade versuche, kleine Geschäfte in Deutschland zu retten.

„Die Abwicklung ging relativ schnell über die Bühne. Ich bin wirklich froh, dass der Standort Pulheim bleibt und in unserem Namen und mit unseren Marken weitergeführt wird.“ Sie selbst bleibe noch bis zum Ende des Jahres, begleite den Übergang und erledige den Einkauf für den nächsten Sommer. 

Es sei für sie der richtige Zeitpunkt für einen Neuanfang. „Ich bin jetzt 17 Jahre hier und wollte mich noch einmal beruflich verändern.“ Und wie reagiert die Kundschaft? „Die Leute freuen sich, dass es weitergeht und die Mitarbeiter bleiben. Aber sie sind schon traurig, dass wir gehen.“