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Bonn im Verkehrs-ChaosNach Sperrung der Nordbrücke soll der ÖPNV gratis werden

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ÖPNV in Bonn soll nach Brücken-Schock kostenlos werden

Nach der Sperrung der Bonner Nordbrücke staut sich der Verkehr in Bonn.

Nach der Sperrung der Nordbrücke erwägt Bonn, den ÖPNV kostenlos zu machen, um das Verkehrs-Chaos zu lindern.

Infolge der unerwarteten Vollsperrung der Bonner Nordbrücke und der daraus resultierenden Verkehrsbelastungen wird in Bonn eine temporäre Aussetzung der Fahrscheinpflicht für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erwogen. Diese Option zählt zu den Schritten, die für Oberbürgermeister Guido Deús (CDU) momentan höchste Priorität haben, um die verkehrlichen Konsequenzen zu mildern.

„Wir möchten ein Anreizsystem setzen, damit so viele Menschen wie irgendwie möglich den ÖPNV nutzen“, erläuterte Deús. Eine entsprechende Beschlussvorlage wurde von der Stadtverwaltung vorbereitet, welche der Stadtrat am Donnerstag behandeln soll. Der Schritt ist eine unmittelbare Folge der Sperrung der bedeutenden Autobahnbrücke.

Kostenloses Angebot mit Einschränkungen

Gemäß den städtischen Überlegungen könnte die unentgeltliche Nutzung des ÖPNV vorerst bis zum Ende des Monats Juni andauern. Oberbürgermeister Deús stellte jedoch klar, dass eine Rückerstattung für bereits existierende Abonnements ausgeschlossen sei. Er begründete dies mit der angespannten Haushaltslage der Stadt.

„Wir können uns schon vieles von dem, was ich Ihnen hier sage, in unserer Finanzsituation eigentlich nicht leisten und machen es trotzdem“, äußerte der Oberbürgermeister. Er könne nicht zusichern, dass Inhaber eines laufenden Abonnements eine Erstattung erhalten.

Als Teil der A565 bildet die Bonner Nordbrücke die zentrale Ost-West-Achse in der Region. Die stark frequentierte Rheinquerung wurde am Mittwoch aufgrund neu festgestellter Mängel auf unbestimmte Zeit für Fahrzeuge blockiert. Eine mögliche Wiedereröffnung ist derzeit ungewiss. Die Schließung sorgte in der Umgebung für erhebliche Beunruhigung, weshalb die Stadt Bonn nun mit umgehenden Vorkehrungen reagieren möchte. (dpa/red)

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