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Autobahn 3Erneut schwerer Unfall an der Baustelle bei Königswinter

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Unfall auf der  A 3 bei Königswinter-Bellinghausen, sechs Fahrzeuge, sieben Verletzte, langer Stau.

Sieben Fahrzeuge waren insgesamt beteiligt, sieben Personen wurden leicht verletzt.

Auf der Autobahn 3 Frankfurt–Köln gab es am Samstag erneut einen folgenschweren Unfall an der Baustelle.

Die Serie schwerer Unfälle auf der Autobahn 3 im Siebengebirge reißt nicht ab. Auch am Samstag gab es erneut zwei nahezu zeitgleiche Kollisionen unweit der Ortschaft Königswinter-Bellinghausen. Insgesamt sieben Autos waren dort betroffen, von den 26 Insassen wurden sieben leicht verletzt, darunter drei Kinder.

An der Großbaustelle wird die Verkehrsführung geändert

In der Nacht zuvor hatte es Veränderungen an der Großbaustelle gegeben: In Richtung Köln wurden die Fahrspuren getrennt, zwischen dem Überholstreifen und zwei Fahrstreifen sowie dem Standstreifen wurde eine mobile Mittelschutzplanke installiert. Wenn demnächst die Großbaustelle in der Gegenrichtung eröffnet wird, soll es zwei Spuren in Richtung Süden geben und drei in Richtung Köln.

Uunfall A 3 bei Königswinter-Bellinghausen, sechs Fahrzeuge, sieben Verletzte, langer Stau

Mit großem Aufgebot war der Rettungsdienst vor Ort

An der Unfallstelle, etwa 400 Meter südlich des Unfallorts vom vergangenen Wochenende, gab es am Samstagmorgen gegen 9.45 Uhr zunächst einen „Ziehharmonika-Stau“; wegen eines Baustellenfahrzeugs hatten die Fahrer eines VW Golf Kombi und zweier Audi-Kombis auf der mittleren Fahrspur gebremst. Ein mit einer Familie besetzter VW Touran rammte die Autos von hinten und schob sie aueinander.

In den zweiten zweiten Unfall waren drei Fahrzeuge verwickelt

Wenig später kam es zu dem zweiten Auffahrunfall: Die Fahrer eines BMW SUV und eines Audi Kombi konnten hinter den Unfallautos anhalten, nicht aber ein Passat Kobi mit Insassen aus Bosnien. Auch hier schob das dritte Auto die beiden anderen ineinander. 

Schon mit der ersten Alarmierung wurde ein Großaufgebot des Rettungsdienstes in Marsch gesetzt: Zunächst vier Rettungswagen und ein Notarzt wurden wegen der erwarteten großen Zahl von Verletzten zur Unglücksstelle entsandt, später kam ein fünfter Rettungswagen hinzu. Auch die Löscheinheiten Ittenbach, Uthweiler und Ölberg der Feuerwehr Königswinter waren im Einsatz.

Unfall A 3 bei Königswinter-Bellinghausen

Mit Blaulicht wurde das Gespann mit dem Pferdehänger von der Autobahn geleitet.

Aus Ittenbach kam auch ein besonderes Einsatzfahrzeug auf die voll gesperrte Autobahn: Das „All-Terrain-Vehicle“ und ein Löschfahrzeug sorgten dafür, dass ein Gespann mit Pferdeanhänger sicher von der Autobahn kam. Das Tier im Anhänger war extrem unruhig geworden, mit Blaulicht eskortierten die EInsatzkräfte Ross und Reiter über eine Notabfahrt aus dem Unfallstau. 

Verletzte Kinder kamen in die Uniklinik nach Köln

Derweil wurden die leicht verletzten Kinder in die Kölner Uniklinik gebracht, die übrigen Verletzten in verschiedene Krankenhäuser der Umgebung. Einige der beteiligten Autos erwiesen sich als nicht mehr fahrbereit. Auch kurz nach 11 Uhr war erst ein Fahrstreifen in Richtung Köln wieder geöffnet, der Stau vor der Unglücksstelle reichte zurück bis auf Bad Honnefer Stadtgebiet.