Lohmar – Das kreisweite Zentrallager für die Hochwasserhilfe muss umziehen. Derzeit werden in der Jabachhalle Sportfelder, Umkleiden und ein Teil des großen Veranstaltungsraums genutzt. Doch vor Schulbeginn müssen die Flächen freigeräumt sein. Bis zum 8. August brauche man für die Logistik 5000 Quadratmeter, möglichst in Troisdorf, sagt die Initiatorin Manu Gardeweg. Sie führe derzeit Gespräche.
In der Jabachhalle lagern unter anderem Trinkwasser, Gerätschaften wie Bautrockner und Aggregate, Babywindeln, Batterien, Gaskocher, Töpfe, Tiernahrung und haltbare Lebensmittel, die per Shuttle täglich gezielt zu den Menschen an Erft und Ahr gebracht werden. Die ehrenamtlichen Helfer stimmen sich dabei ab mit dem Rhein-Sieg-Kreis, der Bundeswehr und den Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz.
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Auch die Lohmarer Betroffenen – in etwa 250 Häusern soffen die Keller und vereinzelt sogar die Erdgeschosswohnungen ab – wurden versorgt. Einen Teil der Güter, wie Decken, hat das Freiwilligen-Team schon ins allgemeine Lager von Lohmar hilft im Troisdorfer Gewerbegebiet gebracht. Von dort werden zum Beispiel schon seit Jahren Brandopfer in der Region versorgt. Um von hier aus die Katastrophenhilfe Hochwasser zu organisieren, fehlt es aber an Platz.
Bessere Logistik im Katastrophenschutz in der Region gefordert
Die Ausweichstätte sollte möglichst verkehrsgünstig liegen; wünschenswert sei, dass sich der Rhein-Sieg-Kreis an den Mietkosten beteilige, so Gardeweg, die den Auftrag für den Katastrophenschutz im Kreis hat. In der Region könne vieles besser laufen. Derzeit würden Hilfsgüter in die Gebiete an Erft und Ahr gebracht, die niemand brauche: „Was sollen die Menschen mit Duschgel, wenn sie kein Wasser haben?“ Die Transporte blockierten die anderen Helfer.
Im Hinterland müsse eine Logistik aufgebaut, vernünftig sortiert und gepackt werden, um innerhalb von einer Stunde einsatzbereit zu sein. Manu Gardeweg: „Was derzeit passiert, ist ein Zumüllen von Kapazitäten. Allein 200 Lkw voller Bekleidung stehen in NRW irgendwo herum.“