Durch die Druckwelle flogen Fenster und Teile der Wärmedämmung aus der Hauswand. Die Bewohnerin und ihr Baby kamen in Krankenhäuser.
Fensterfront flog herausFrau und Baby in Siegburg durch Verpuffung verletzt

Bei einer Verpuffung am Freitagabend (16. Januar) in Siegburg wurden eine Frau und ihr Baby verletzt.
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Im Siegburger Stadtteil Zange hat es am Freitagabend (16. Januar) eine Verpuffung in einem Mehrfamilienhaus gegeben. Eine 41 Jahre alte Frau und ihr fünf Monate altes Baby wurden dabei verletzt. Die Siegburger Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Kriminalpolizei waren ebenso im Einsatz wie das Technische Hilfswerk, das Baustützen einsetzte..

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerksbrachte Baustützen, um die Wohnung zu sichern.
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Um 21.15 wurde die Feuerwehr Siegburg alarmiert, von einer möglichen Detonation an der Ludwigstraße in Zange war die Rede. In einer Wohnung im zweiten Obergeschoss war es offensichtlich, so der Leiter der Siegburger Feuerwehr, Daniel Winterscheid, zu einer Verpuffung gekommen.
Die Fensterfront und Teile der Wärmedämmung flogen aus der Hauswand
Nach Informationen dieser Zeitung könnte eine Spraydose die Ursache gewesen sein. Warum es aber zur Verpuffung kam, ist unklar. Die dadurch entstandene Druckwelle war so gewaltig, dass die Fensterfront auf der Rückseite des Gebäudes aus der Wand flog, ebenso wie Teile der Hauswanddämmung. Trümmer landeten auf einem Nachbargrundstück.

Feuerwehrleute stehen auf der Rückseite des Gebäudes, wo Trümmer und Teile der Fenster und der Dämmung aus der Wand flogen.
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Die Bewohnerin erlitt durch die Verpuffung erhebliche Verbrennungen, vor allem im Gesicht. Sie wurde schwer verletzt mit einem Rettungswagen in ein Krankenhause Klinik nach Köln-Merheim gefahren. Ihr Baby, das sich ebenfalls in dem rund 20 Quadratmeter großen Appartement aufhielt, war der Druckwelle wohl nicht ausgesetzt, wurde aber nach Aussage der Polizei gleichwohl verletzt und in die Kinderklinik gebracht.

In einer Wohnung im zweiten Obergeschoss kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einer Verpuffung. Eine starke Druckwelle drückte Gebäudeteile aus der Hauswand.
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Der städtische Rettungsdienst war mit acht Mitarbeitenden im Einsatz, die Siegburger Wehr mit 20 Kräften vor Ort. Einsatzleiter war Brandinspektor Daniel Goellner, eigentlich beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz, der derzeit ein Praktikum bei der Feuerwehr in Siegburg macht. Die Kriminalpolizei wurde hinzugezogen, um die Ursache für die Verpuffung zu ermitteln.
Experte überprüfte die Statik des Gebäudes und empfahl, es abzustützen
Da neben der Fensterfront auch Teile des Wärmeverbundsystems aus der Gebäudewand herausgebrochen waren, wurde Dr. Stefan Schindler, Baufachberater der Feuerwehr Sankt Augustin-Buisdorf zu Rate gezogen. Obwohl das Gebäude nicht akut einsturzgefährdet sei, empfahl Schindler, es abzustützen. Eine Fachgruppe Bergen des Technischen Hilfswerks aus Siegburg setzte vier Baustützen und Kanthölzer ein, um den Gebäudeteil zu sichern. Die anderen Wohnungen im Haus mussten aber nicht geräumt werden.
