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1. FC KölnWagner setzt in der Kapitänsfrage ein Zeichen

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René Wagner hat eine erste wichtige Personalentscheidung für die kommende Spielzeit getroffen. Statt eines Mannschaftsrats gibt es zudem eine Neuerung.

Eine erste richtungsweisende Personalie für die anstehende Bundesliga-Saison wurde von René Wagner, dem Trainer des 1. FC Köln, geklärt. Der 37-Jährige hat den Spielführer für die kommende Saison ernannt.

Der Kölner Coach vertraut dabei auf Beständigkeit. Marvin Schwäbe wird demzufolge weiterhin die Kapitänsbinde des FC tragen. Diese Information teilte der Trainer zum Abschluss der ersten Trainingswoche mit. Laut seinen Aussagen gab es nie Erwägungen, diese Position mit jemand anderem zu besetzen.

Trainer Wagner begründet Wahl von Schwäbe: „Er hat alles gesehen“

Die Gründe dafür erläutert Wagner wie folgt: „Marvin kennt den Verein. Er hat gute und schwere Zeiten erlebt, hat alles gesehen. Er ist in der Kabine eine laute Stimme. Ich habe mit Marvin ein gutes Verhältnis. Wir kennen uns seit fünf Jahren, vertrauen uns. Ich habe einen Topmann an meiner Seite, der für uns durch das Feuer gehen wird.“

Der Stellvertreter von Schwäbe ist ebenfalls ein Torhüter. Ron-Robert wird weiterhin als einer der Vize-Kapitäne fungieren. „Dazu wollen wir immer auch einen im Feld haben, der Verantwortung übernehmen kann. Da werden wir schauen, wer sich im Laufe der Vorbereitung in die Position spielt“, so die Aussage Wagners.

Nach dem Ende der aktiven Laufbahn von Florian Kainz gehört Schwäbe gemeinsam mit Timo Hübers zu den Akteuren mit der längsten Vereinszugehörigkeit beim FC. Der 31-jährige Torwart beginnt seine sechste Saison in Köln und hatte das Team bereits im vergangenen Jahr als Spielführer angeleitet.

Ein traditioneller Mannschaftsrat wird unterdessen künftig nicht mehr existieren; stattdessen führt Wagner eine „Tacheles-Gruppe“ ein. In diesem Kreis sollen sich Akteure zusammenfinden, um Angelegenheiten zu besprechen, die nicht zwangsläufig für den Cheftrainer bestimmt sind.

„Wir werden die im Laufe der Vorbereitung einberufen. Wir müssen erst mal schauen, wer sich in so eine Position reinarbeitet. Ich will Jungs drinhaben, die Verantwortung übernehmen. Egal ob junge Spieler, neue Spieler oder Arrivierte“, erklärt der Trainer.

Dieses Modell ist ihm aus seiner Zeit bei Union vertraut. Dort existierte ebenfalls eine „Tacheles-Gruppe“, der er als damaliger Co-Trainer angehörte. „Als es damals schwer wurde, war es ein wichtiges Tool, um auch mal Druck loszulassen“, berichtet der Coach. Einen ähnlichen Effekt erhofft er sich nun von dem Kölner Pendant. (red)