Nach dem 1:3 gegen den Tabellenletzten ist die Stimmung bei den Kölnern trotz gesichertem Klassenerhalt angespannt.
Trainerfrage beim 1. FC KölnWagner weicht Zukunftsfragen aus – Kessler widerspricht FC-Coach

Es ist noch nicht klar, ob Rene Wagner und Thomas Kessler eine gemeinsame Zukunft beim 1. FC Köln haben.
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Wie geht es jetzt weiter mit René Wagner beim 1. FC Köln? Die Zukunft des Interimstrainers beim Bundesligisten ist ungewiss, besonders nach der dürftigen Vorstellung gegen den Tabellenletzten Heidenheim im letzten Heimspiel der Saison.
Am Sonntag verfolgte er die Verabschiedung der scheidenden Profis Florian Kainz, Luca Kilian und Dominique Heintz mit höflichem Applaus. Von gelöster Stimmung war nach der 1:3 (1:2)-Niederlage des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim jedoch wenig zu spüren.
René Wagner steht vor ungewisser Zukunft beim 1. FC Köln
„Ich kann mir derzeit keine Gedanken über meine Zukunft machen“, sagte der 37-Jährige im Gespräch mit DAZN. Weitere Nachfragen beantwortete er nicht. Vor der Partie hatte Wagner noch angedeutet, dass es zeitnah Gespräche über seine weitere Rolle geben könne und sich möglicherweise bereits am Montag mehr kläre.
Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler widersprach dem nach dem Spiel. Er habe für den kommenden Tag keinen Termin mit Wagner, sagte Kessler und fügte hinzu, dass der Verein zunächst die Saison beenden wolle.
Thomas Kessler widerspricht René Wagner
Gegen Heidenheim zeigten die Kölner zwar phasenweise den größeren Spielanteil, blieb offensiv jedoch zu ineffizient und war defensiv anfällig. Teile der Zuschauer reagierten mit Pfiffen. Das war alles andere als ein befriedigender Saisonausklang vor den heimischen Fans.
Wagner, der Ende März auf Lukas Kwasniok folgte, holte bislang sechs Punkte aus sechs Spielen und sicherte damit den Klassenerhalt. Eine Entscheidung über die Trainerfrage ist damit laut Vereinsangaben noch nicht gefallen.
Thomas Kessler kündigte an, nach Saisonende eine Analyse vorzunehmen. Zeitdruck bestehe nicht. Der frühzeitige Klassenverbleib sei zwar positiv, „aber das werden wir in Ruhe analysieren“, sagte Kessler. Anschließend werde die Trainerfrage „logischerweise” auf der Agenda stehen. Am letzten Spieltag muss der FC noch beim Meister Bayern München in der bayrischen Hauptstadt antreten. (mbr/sid)
