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5:0-Pokalfest gegen Union BerlinDiesen Abend hat der 1. FC Köln gebraucht

Der 1. FC Köln zieht nach einem 5:0-Erfolg gegen Union Berlin ins Pokal-Achtelfinale ein. Offensiv-Duo Said El Mala und Linton Maina überragt.

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COLOGNE, GERMANY - OCTOBER 27: Said El Mala 1. FC Koeln, 10 celebrates scoring the 3:0 goal during the DFB Pokal match between 1. FC Koeln vs. 1. FC Union Berlin at RheinEnergiestadion on matchday 2 of DFB Pokal on October 27, 2026 in Cologne, Germany. DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO. North Rhine Westphalia Germany Copyright: xSteffiexWunderlx

Im Jubelrausch: FC-Jungstar Said El Mala nach seinem Traumtor zum 3:0.

Als Saïd El Mala in der 60. Minute mit einem Traumtor das 3:0 erzielte, löste sich so vieles beim 1. FC Köln. Der überragende Jung-Nationalspieler feierte den Treffer mit ausgestreckter Zunge und anschließendem Jubelschrei. Die FC-Fans auf den Rängen hatten endlich wieder Freude an ihrer Mannschaft. Auch der in der Kritik stehende Trainer René Wagner lächelte und wirkte gelöster. Stadionsprecher Michael Trippel war bei der Ansage des letzten Treffers beim 5:0-Sieg in der zweiten DFB-Pokalrunde gegen Union Berlin sogar richtig baff: „Bin ich hier richtig?“ Ja, er war es.

Kurzum: Es war einer dieser Abende, den der 1. FC Köln gebraucht hatte. In der Hauptrolle stand ein Offensiv-Duo: der mit Sprechchören bedachte El Mala und der glänzend aufgelegte Linton Maina.

„Wir haben uns heute den Frust weggeschossen. Es fühlt sich gerade geil an, hier 5:0 gewonnen zu haben“, sagte El Mala mit einem breiten Grinsen und bezeichnete die Atmosphäre im Stadion als „geisteskrank. Die Stimmung war schon vorher top, aber heute hat sie alles übertroffen.“ Bei den Sprechchören nach seiner Auswechslung habe er „Gänsehaut“ gehabt. Zugleich fand der Nationalspieler warme Worte für Coach Wagner: „Ich habe René das heute extrem gegönnt. Er hat uns super auf das Spiel vorbereitet. Das heute ist auch eine Belohnung für ihn.“ Grinsen

Wagner war logischerweise ebenfalls zufrieden: „Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit ein Topspiel von unserer Mannschaft gesehen. Wir haben es heute geschafft, die entscheidende Momente, die wir auch schon in anderen Spielen hatten, auch zu Ende zu spielen.“ Der Kölner Trainer bezeichnete den Stimmungsumschwung selbst als „Crashkurs 1. FC Köln. Man hat erlebt, was hier passieren kann, wenn die Leute mit den Ergebnissen oder der Leistung nicht zufrieden sein. Und heute hat man erlebt, was passieren kann, wenn wir den Fußball auf den Platz bringen, den wir spielen wollen. Ich freue mich unglaublich, dass sich die Jungs heute belohnen konnten und dass sie sich heute nach dem Sieg in den Arm nehmen können.“

Wir haben uns heute den Frust weggeschossen. Es fühlt sich gerade geil an, hier 5:0 gewonnen zu haben. Die Stimmung war geisteskrank.
Kölns Doppeltorschütze Said El Mala

Nach dem torlosen Remis drei Tage zuvor gegen Schalke 04 war der Druck auf die Mannschaft und ihren Trainer enorm gewesen. Die Entwicklung dürfte im Kölner Lager niemandem gefallen haben, sie ließ Schlimmeres befürchten. Doch am Dienstagabend gab der FC die richtige Antwort auf die zuletzt geführten Diskussionen. Nach einer überzeugenden Vorstellung zogen die Kölner ins Achtelfinale ein. Das sollte die Stimmung beruhigen und dem FC Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben, etwa für das zweite Duell gegen Union in der Liga am Sonntag an der Alten Försterei. Mit dem Weiterkommen sichert sich der Klub zudem Prämien von knapp 1,6 Millionen Euro.

Wagner hatte am Tag zuvor nach der bitteren Enttäuschung gegen Schalke (0:0) Veränderungen in der Startelf angekündigt. Wagner setzte seinen Plan dann auch behutsam um. Für Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen, den zuletzt unsicheren Innenverteidiger Luka Lochoshvili und den unbeständigen Mittelfeldspieler Isak Johannesson rückten Alessio Castro-Montes, Joel Schmied und Paul Okon-Engstler in die Mannschaft.

Die ersten Spielminuten gehörten eher Union, ernsthaft gefährlich wurden die Gäste aber nicht. Der FC kam nach rund 15 Minuten besser ins Spiel. Da aber beide Mannschaften im defensiven Zentrum wenig zuließen, entstanden kaum Chancen. Erst in der 25. Minute änderte sich das. Nach einem langen Pass von Tom Krauß und einem starken Zuspiel von Saïd El Mala tauchte plötzlich Linton Maina freistehend vor Unions Torwart Raab auf. Maina zog ab, doch der Berliner Torwart bekam gerade noch die linke Hand an den Ball und lenkte ihn an den Pfosten.

Das Spiel nahm Fahrt auf. Auf der Gegenseite stand Unions Schäfer nach einer Ecke im Kölner Strafraum sträflich frei, doch sein Kopfball war zu zentral, so dass FC-Torwart Marvin Schwäbe keine Mühe hatte, den Ball zu parieren (30.).

El Mala und Maina dachten sich aber wohl: Was gerade nicht funktioniert hat, klappt beim nächsten Mal. Und es klappte. Der FC ging in der 32. Minute in Führung. Und das kam so: Nach einer Balleroberung von Tom Krauß ging es schnell nach vorn: El Mala und Maina spielten gekonnt Doppelpass. Maina legte den Ball in den Lauf des Kölner Jungstars. Der blieb ruhig, schoss aus leicht spitzem Winkel den Ball mit Effet ins rechte Toreck. Ein starker Konter und ein Tor, das den Gastgebern Auftrieb gab.

Erneut über eine Kombination von El Mala und Maina wurde der FC gefährlich, doch Raab klärte gerade noch vor dem einschussbereiten Marius Bülter (42.). Die Kölner spielten jetzt mit Zutrauen und Elan – es geht doch. Die Führung zur Pause war verdient. Und deshalb gab es diesmal auch Applaus von den Rängen.

Weiter nach vorne zu spielen und nicht passiv zu werden – das hofften die Kölner Fans gegen den biederen Gegner. Und sie wurden nicht enttäuscht. Die Gastgeber blieben am Ball und erzielten das 2:0. Es fiel kurz nach dem Seitenwechsel. Wieder nach einem Fehler der Köpenicker im Aufbau schlug der FC zu. Erneut war es eine gemeinsame Aktion von El Mala und Maina: Maina kam nach dem Zuspiel des Nationalspielers El Mala erst mit Glück zur Ballannahme, dann aber mit Geschick im Abschluss und versenkte den Ball mit links im linken unteren Toreck (52.).

1. FC Köln: El Mala trifft per Traumtor zum 3:0

Aus Kölner Sicht ging es wunderbar weiter. Abermals war El Mala in der 60. Minute der Torschütze. Von Bülter in Szene gesetzt, traf er mit einem traumhaften Linksschuss in die lange Ecke zum 3:0. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Wagner wechselte dreifach.

Doch es sollte aus Kölner Sicht noch besser werden und zu einem Schützenfest kommen. Nach einem Zuspiel von Bülter war Isak Johannesson, der sieben Minuten zuvor eingewechselt worden war, mit links zum 4:0 zur Stelle. Der ausgewechselte El Mala wurde mit Sprechchören gefeiert.

Und der FC hatte immer noch nicht genug: Der eingewechselte Reigan Heskey spielte den ebenfalls ins Spiel gekommenen Sebastian Sebulonsen frei, der mit einem strammen Schuss zum Endstand traf. Nach dem Abpfiff feierten die Mannschaft und die Fans auf der Südtribüne dann gemeinsam den perfekten Pokal-Abend.