Nach der Länderspielpause haben die Fußballerinnen des 1. FC Köln mit einem 3:1-Sieg gegen den Hamburger SV zurück in die Erfolgsspur gefunden. Die herausragende Spielerin war FC-Stürmerin Pauline Bremer.
Der FC, der diesmal im weinroten Willi-Ostermann-Trikot antrat, war stark in die Bundesliga-Saison gestartet, hatte vor der Länderspielpause dann aber zweimal hintereinander verloren. Beim Meister FC Bayern unterlagen die Kölnerinnen mit 2:5, danach folgte eine 0:1-Niederlage im eigenen Stadion gegen den SC Freiburg.
Kurzfristige Änderung: Hegering ersetzt Ziemer in der Startelf
Nach dem Aufwärmen musste FC-Trainerin Britta Carlson ihre Anfangsformation noch einmal ändern. Für Stürmerin Taylor Ziemer, die offenbar angeschlagen war, rückte Marina Hegering überraschend in die Aufstellung. Im Gegenzug wechselte Laura Vogt aus der defensiven Dreierkette ins Mittelfeld.
In der 9. Minute stand die Kölner Abwehr jedoch ungeordnet, ein einziger Steckpass reichte, um sie vollständig zu überspielen. Camilla Linberg tauchte frei vor dem Tor auf, doch FC-Torhüterin Lisa Schmitz parierte mit dem Fuß und bewahrte ihr Team vor einem frühen Rückstand.
Effektiver zeigten sich die Kölnerinnen vor dem gegnerischen Tor: Nach einem Zuspiel von Vogt hatte Pauline Bremer im Strafraum viel Freiraum und brachte den FC mit einem flachen Abschluss in Führung (19.). Sechs Minuten später legte Bremer nach (25.) und schlenzte den Ball, diesmal mit dem rechten Fuß, sehenswert ins lange Eck zum 2:0. Vorausgegangen war ein Ballgewinn durch aggressives Pressing.
Im zweiten Durchgang musste der HSV offensiver werden, was den FC-Frauen Platz verschaffte. Davon profitierte etwa die schnelle Lydia Andrade, die in der 62. Minute erst durch ein starkes Tackling von HSV-Verteidigerin Magou Doucouré aufgehalten wurde. Kurz darauf tunnelte Vanessa Leimenstoll die Hamburger Rechtsverteidigerin. Ihr Schuss strich anschließend knapp am Tor vorbei.
Noch bitterer kam es für Doucouré und die Hamburgerinnen in der 74. Minute: Nach einem Foul an Hegering sah die Französin die Gelb-Rote Karte. Die Gäste zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt, denn Svea Stoldt gelang zwei Minuten später in Unterzahl der Anschlusstreffer (76.).
Trotz der numerischen Überlegenheit musste der FC kurzzeitig wieder zittern. In der 86. Minute sorgte Bremer mit ihrem dritten Tor des Tages jedoch für die Entscheidung. Für sie war es der erste Dreierpack in ihrer Bundesliga-Laufbahn.
Damit hat der FC drei seiner vier Heimspiele in dieser Saison gewonnen. Der Blick auf die Tabelle dürfte viele Fans freuen: Durch den Dreier hält der FC Anschluss an das obere Tabellen-Drittel. Am 24. Oktober steht für Köln dann eine Art Spitzenspiel an, wenn die Mannschaft beim VfL Wolfsburg gastiert. (red)

