Der Sturm ist dünn. René Wagner, der Cheftrainer des 1. FC Köln, sucht vor dem richtungsweisenden Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Schalke 04 nach Alternativen. Malek El Mala ist einer der Kandidaten. Der ältere Bruder von Said El Mala drängt ins Blickfeld.
Der 21-Jährige traf im Regionalliga-Spiel in Rödinghausen doppelt zum 3:2-Sieg der U21. Bei der Schalker Reserve kam er von der Bank und traf erneut. In der Regionalliga West steht er bereits bei vier Saisontreffern. Das Profi-Debüt steht allerdings noch aus.
Wagner wollte sich am Donnerstagmittag allerdings noch nicht festlegen. Er sagt: „Malek ist mit Sicherheit eine der Optionen, die uns zur Verfügung stehen.“ Auch andere U21-Spieler haben sich angeboten. Morgen soll ein weiteres Talent ins Training rücken, bevor der Coach die Weichen stellt. Das Risiko ist bekannt. Der Angreifer war immer wieder verletzt. Zuletzt plagte ihn das Sprunggelenk. Er ist erst seit Kurzem wieder im Spielrhythmus. Genau dort liegt für Wagner der Knackpunkt.
Gegen Schalke, den ordentlich gestarteten, zuletzt aber strauchelnden Aufsteiger, wäre die Bühne groß. Die Brüder hegen den Traum, gemeinsam für den FC auf dem Platz zu stehen. Die Fans träumen davon schon lange. Schon vor geraumer Zeit lobte Geschäftsführer Sport Thomas Kessler den Angreifer. „Er hat Qualitäten rund um die Box und ein unglaubliches Näschen für torgefährliche Räume.“
Diese Eigenschaften braucht der FC gerade dringend. Am Samstag wartet ein Gegner, der tief steht. Wagner erkennt den Ansatz der Gäste klar und warnt vor den Kontern der Gäste. Er sagt: „Die Schalker sind brutal gut in den Basics. Sie verteidigen mit Leidenschaft und suchen schnell den Weg zum Tor.“ Der FC will selbst viel Zeit im gegnerischen Drittel verbringen. Der Coach fordert Zweikampfhärte und gewonnene 1:1-Duelle. „Wir wollen nach vorne gefährlich werden und die Duelle offensiv gewinnen.“ Seine Mannschaft müsse dagegenhalten und jeden Zweikampf annehmen. „Wenn wir das nicht tun, können die Schalker brandgefährlich werden.“
Gleichzeitig braucht der FC mehr Tore. Der Trainer will mehr Spieler im Strafraum sehen. „Wir müssen mehr Spieler in die Box bekommen.“ Genau dort wird ein Joker wie El Mala gebraucht.
1. FC Köln: Ache noch keine Option, Schmied dagegen schon
Die Personalsorgen bleiben indes beim FC ein Thema – auch wenn Entspannung in Sicht ist. Ragnar Ache fehlt gegen Schalke fast sicher. Wagner sagt: „Er ist aktuell teilintegriert. Für Samstag wird er höchstwahrscheinlich noch keine Option sein.“ Im Pokal gegen Union am 27. Oktober könnte er eher in Frage kommen.
Im Sturm fehlen zudem Thijs Dallinga (Kreuzband) und Imad Rondic (Muskel). Ellyes Skhiri, Rav van den Berg und Timo Hübers arbeiten in der Reha. Verteidiger Joel Schmied ist nach seinem Sprunggelenk-Problem zurück im Training. Wagner sagt: „Er ist voll einsatzfähig.“
Zu Hause holte der FC sieben von neun möglichen Punkten. Wagner sagt: Die Serie ohne Niederlage solle bleiben. Ob der Plan aufgeht, wird sich am Samstagnachmittag in Müngersdorf zeigen.

