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Pressekonferenz auf KretaBayer-Trainer Martínez erklärt Nominierung von Jonas Hofmann

Jonas Hofmann könnte bei OFI Kreta seine internationale Rückkehr feiern. Jarell Quansah will den nächsten Schritt machen.

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18.10.2026,GER, Fussball, Herren, 1. Bundesliga, Saison 2026/2027, 6. Spieltag, Bayer 04 Leverkusen vs. SC Freiburg Pressekonferenz PK nach dem Spiel, Carles Martinez Cheftrainer / Headcoach  Bayer 04 Leverkusen ,Portrait, DFB/DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video Leverkusen BayArena NRW Deutschland / Germany *** October 18, 2026, GER, Soccer, Men s, Bundesliga 1, 20262027 Season, Matchday 6, Bayer 04 Leverkusen vs. SC Freiburg Post-Match Press Conference, Carles Martinez, Head Coach of Bayer 04 Leverkusen, Profile, DFB and DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. Leverkusen, BayArena, NRW, Germany Copyright: xNordphoto/Meuterx

Carles Martinez bei einer Pressekonferenz - hier vor dem Spiel gegen den SC Freiburg.

Carles Martínez und Jarell Quansah betraten das Podium im Pankritio Stadion auf Kreta später als geplant – erst um 20.24 Uhr Ortszeit. Der Grund: Der Sonderflug KK7904 hob mit rund anderthalb Stunden Verspätung vom Köln-Bonner Flughafen Richtung der griechischen Insel ab. Einige Crewmitglieder waren zu spät erschienen. Bayer 04 entschuldigte sich zur Begrüßung, dann ging es um eine Personalie, die vor einer Woche noch niemand erwartet hätte: Jonas Hofmann reiste mit.

Der 34-Jährige ersetzt im Europa-League-Aufgebot Martin Terrier, der sich beim 4:0 in Posen eine Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel zuzog und bis in den Dezember ausfällt. Zum Saisonstart hatte Martínez im 23-köpfigen Kader auf Hofmann und Victor Boniface verzichtet. Nun bekam der frühere Nationalspieler den Vorzug, Boniface kämpft nach seinen Knieproblemen weiter um den Anschluss. Hofmann kam in der Bundesliga bisher nur zu drei Kurzeinsätzen.

Martínez begründete die Entscheidung sportlich. Terrier sei ein polyvalenter Spieler gewesen, der links wie rechts, als Zehner wie als Neuner helfen könne. Hofmann bringe diese Variabilität mit, und angesichts der Belastung in den kommenden Wochen sei das „sehr wichtig“. Dann wurde der Trainer persönlicher. „Er liebt es, Fußball zu spielen, und er liebt es, zu trainieren“, sagte Martínez. „Immer wenn er eine Gelegenheit hatte, hat er das Maximum gegeben.“ Hofmann attackiere die Räume gut und interpretiere, was die Mannschaft wolle.

Dass der Offensivspieler im Sommer als Wechselkandidat galt, sprach Martínez offen an. Man habe über die Lage gesprochen, Hofmann habe sie akzeptiert. „Natürlich gab es den Transfermarkt, aber jetzt ist er hier und hilft uns – mit seinem Fußball und mit seiner Haltung.“ Ob Hofmann am Donnerstag spielt, ließ der Trainer offen. Er sagte nur: „Ich habe Vertrauen in ihn.“

Jarell Quansah lobt neue Defensive

Quansah ging es auf dem Podium um etwas anderes: um die Stabilität einer Abwehr, die in der Europa League bislang kein Gegentor kassiert hat. „Wir haben viel Schwung, offensiv stehen wir sehr gut“, sagte der Engländer. „Ich habe das Gefühl, dass wir defensiv viel besser verteidigen.“ Den Grund sieht er weniger im System als im Miteinander. Die Abwehr habe in diesem Jahr viel Führung, und das Verständnis untereinander wachse. „Manchmal dauert es länger, bis es mit bestimmten Spielern klickt.“ Wer als Block verteidige, gehe gemeinsam hoch oder gemeinsam zurück. Deshalb lasse sich im Training und von Spiel zu Spiel schnell nachjustieren. Die Mannschaft analysiere Videos und verbessere sich „individuell und kollektiv“.

Quansah beschrieb auch seine eigene Rolle. Als Rechtsverteidiger sei er gut aufgehoben, obwohl er darüber ein wenig scherze, dass er eigentlich gelernter Innenverteidiger ist. „Ich lerne die Rolle noch, und das wird mich nur besser machen.“ Die vergangenen Jahre hätten ihm gezeigt, wozu er fähig sei und wie er das Spiel auch in der Offensive beeinflussen könne. Wo er langfristig spielen will, ließ er unbeantwortet.

Dass Bayer 04 mit sechs Punkten und 6:0 Toren als Tabellenzweiter anreist, erleichtert die Aufgabe nicht. OFI Kreta ist griechischer Pokalsieger, gewann zum Auftakt 2:0 bei Hoffenheim und verlor danach knapp 1:2 bei Stade Rennes. Martínez beschrieb den Gegner als „sehr wettbewerbsfähig“, besonders vor eigenem Publikum. „Wir müssen perfekt sein“, sagte er. Zugleich komme es darauf an, „dass wir uns selbst treu bleiben und unseren Fußball spielen“.

Rund 1000 Fans begleiten die Mannschaft. Für Hofmann, der monatelang eher Randfigur war, könnte der Abend zu einer schönen, europäischen Rückkehr werden.