Vor dem Arbeitsgericht geht es für den 1. FC Köln um Gehaltszahlungen von zwei freigestellten Mitarbeitern.
FC bleibt hartKeine Einigung: Fall Dold geht in die nächste Runde

Der Fall rund um Hannes Dold (l.) geht in die nächste Runde.
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Während die Profis am Dienstagnachmittag die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim Hamburger SV aufnahmen (Samstag, 19. September 2026, 15.30 Uhr, Sky, RTL und Liveticker auf EXPRESS.de) fand in Saal 3 vor dem Arbeitsgericht ein Gütetermin statt. Beteiligt: der 1. FC Köln als Arbeitgeber und Hannes Dold als Arbeitnehmer.
Der 33-Jährige war im Februar 2026 von seinen Aufgaben entbunden worden, sein Vertrag beim 1. FC Köln läuft noch bis 2028. Grund für die Trennung war damals die Gegentor-Flut nach Standards. Dold war als Co-Trainer unter Kwasniok für die Situationen bei ruhendem Ball verantwortlich.
Anwälte tauschen sich per Videokonferenz aus
Geschäftsführer Thomas Kessler (40) zog dann in der Rückrunde Konsequenzen. Dold war kurze Zeit für die verliehenen Spieler zuständig, bevor er im August komplett freigestellt wurde. Dold arbeitete zuvor seit über zwölf Jahren beim FC und erlebte in dieser Zeit elf verschiedene Trainer. Er fing als Praktikant an, wurde später Chef-Analyst und war Co-Trainer Spielanalyse.
Jetzt will er weiter bezahlt werden. Dold wurde am Dienstag von der Rechtsanwaltskanzlei Schickardt (Joachim Rain) vertreten, der FC von der Kanzlei Loschelder (Arne Gehrke). Vor Ort konnte Richter Neumann keinen Beteiligten begrüßen, die Anwälte tauschten sich bei einer Videokonferenz aus.
Der FC hält sich an Verträge, will sich nicht weiter äußern und sich auch nicht einigen. Bislang hatte Dold eine Feststellungsklage eingereicht. Sein Anwalt will diese nun nach Einwand des Richters in eine Leistungsklage ändern, weil konkrete Ansprüche geltend gemacht werden sollen. Eine genaue finanzielle Summe, die Dold fordert, wurde nicht genannt.
Der Fall könnte zudem vor einem Verbandsschiedsgericht landen, um eine Einigung zu erzielen. Entweder beim DFB oder bei einem Landesverband. Beide Parteien wussten am Dienstag allerdings nicht, wer hier zuständig wäre. Sollte keine außergerichtliche Einigung zustande kommen, sieht man sich in Köln wieder.
Am 25. Februar 2027 soll es um 11.40 Uhr einen Kammertermin vor dem Arbeitsgericht geben. Ein Gütetermin mit Ex-Trainer Lukas Kwasniok (45) war vor einigen Wochen gescheitert. Der Coach hat noch einen Vertrag bis 2028 und wird nach seiner Freistellung weiterhin vom FC bezahlt.
Wo landet der 1. FC Köln am Ende der Saison?
Allerdings herrscht keine Einigkeit bei der Höhe der Zahlungen. Im Kontrakt soll eine Klausel verankert worden sein, dass Kwasniok bei einer Freistellung bis zum Saisonende 2025/26 sein volles Gehalt (rund eine Million Euro Grundgehalt pro Jahr plus Boni) erhalten soll, danach nur noch 50 Prozent des Gehalts. Diese Klausel ficht die Kwasniok-Seite jetzt an.
Zur Klärung des Falls hat das kürzlich Gericht einen Kammertermin festgelegt: Am Dienstag, 16. Februar 2027, um 10.45 Uhr. Es wird erwartet, dass Kwasniok dann persönlich erscheinen muss.
FC-Geschäftsführer Philipp Türoff (50) meinte zuletzt zum Streit mit den Dold und Kwasniok: „Der 1. FC Köln hat sich in beiden Fällen vertragsgemäß verhalten. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu Details laufender gerichtlicher Verfahren nicht weiter äußern.“ (red)
