Bayer 04 trainiert im neuen Heimtrikot. Loïc Badé kämpft um einen Platz in der Startelf. Doch besonders auf den defensiven Positionen sind noch viele Fragen offen.
Mehr Spielzeit für Badé?Bayer 04 stellt sich in der Abwehr neu auf

Leverkusens Loïc Badé im Duell mit Dortmunds Serhou Guirassy.
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Das Training von Bayer 04 am Dienstag diente zugleich als Werbemaßnahme. Vor rund 1000 Zuschauern trugen die Leverkusener Profis auf dem Platz neben der BayArena ausnahmsweise keine Trainingskleidung, sondern das am Morgen vorgestellte neue Heimtrikot im schwarz-roten Längsstreifenmuster. Trainer Carles Martínez ließ seine Mannschaft darin mehr als 90 Minuten trainieren.
„Wir arbeiten viel und sehr gut“, sagte Loïc Badé nach der Einheit. Der Franzose will in seinem zweiten Jahr bei der Werkself angreifen. Badé ist einer von mehreren Defensivspielern, die um einen Platz in der Leverkusener Startelf kämpfen. Dabei sind noch viele Fragen offen, die erst durch die Kaderplaner und den Trainer in den kommenden Wochen beantwortet werden.
Die Defensive bleibt die größte Baustelle bei Bayer 04. Vieles spricht für eine grundlegende Änderung. Unter Xabi Alonso sowie seinen Nachfolgern Erik ten Hag und Kasper Hjulmand war das 3-4-2-1 mit drei Innenverteidigern das gesetzte System. Martínez dürfte aller Voraussicht nach auf ein 4-2-3-1 oder ein 4-3-3 mit Viererkette setzen. Eine der beiden Positionen in der Innenverteidigung dürfte Edmond Tapsoba übernehmen. Er gilt zudem als Kandidat für das Kapitänsamt in der kommenden Saison.
Nur 18 Startelfeinsätze für Badé
Um die zweite Position kämpfen vor allem Jarell Quansah und Badé. Axel Tape und Tim Oermann kommen derzeit im Training und in Testspielen ebenfalls als zentrale Verteidiger zum Einsatz. Badé, der für rund 25 Millionen Euro vom FC Sevilla verpflichtet wurde, kam in der abgelaufenen Saison in der Bundesliga auf 18 Startelfeinsätze. „Der Trainer hat anders entschieden, das war schwierig für mich. Aber so ist Fußball manchmal“, sagte Badé. „In dieser Saison hoffe ich, mehr zu spielen. Ich werde auf dem Platz alles versuchen, um gute Leistungen zu zeigen und gute Spiele zu machen.“

Patrik Schick im neuen Heimtrikot von Bayer Leverkusen für die Saison 2026/2027.
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Badé dürfte helfen, dass Robert Andrich in einer Viererkette nicht als Innenverteidiger eingeplant ist. Der Kapitän der vergangenen Saison darf den Klub verlassen, wenn er möchte. Zudem könnte Quansah in einigen Planspielen als rechter Verteidiger vorgesehen sein. Diese Rolle übernahm der Engländer auch bei der gerade beendeten Weltmeisterschaft in der Nationalmannschaft. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes und Kaderplaner Kim Falkenberg die rechte Seite noch einmal verstärken. Gesucht wird ein Spieler, der nach Wunsch sowohl als Rechts- als auch als Innenverteidiger einsetzbar ist.
Priorität hat derzeit allerdings ganz klar die Suche nach einem neuen Linksverteidiger als Ersatz für Alejandro Grimaldo, der zu Atlético Madrid gewechselt ist. „Natürlich wird es schwer, Grima zu ersetzen“, betonte Badé. „Aber Simon Rolfes macht sehr gute Arbeit. Deshalb denke ich, dass wir auf der linken Abwehrseite wieder einen guten Spieler haben werden.“
Erstmals in dieser Saison nahmen am Dienstag WM-Rückkehrer Patrik Schick und Zugang Aleksa Damjanovic am Training teil. Der 17-Jährige kam von Roter Stern Belgrad und gilt als großes Sturmtalent. Der 1,99 Meter große Serbe darf in den kommenden Wochen bei den Profis vorspielen. Zunächst soll er jedoch Spielpraxis in der U19 sammeln und sich dort entwickeln. Kennet Eichhorn trainierte am Dienstag individuell, nachdem er durch einen Infekt Gewicht verloren hatte. Der 16-jährige Shootingstar soll jedoch noch in dieser Woche ins Teamtraining zurückkehren.


