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„Kassieren zu viele Gegentore“Bayer 04 nach 2:4 gegen Stuttgart im Derby unter Druck

Bayer 04 kassiert in drei Spielen neun Gegentore und rutscht aus den Champions-League-Plätzen. Nächste Woche geht es nach Köln.

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nach dem Tor zum 1:4, Ibrahim Maza Bayer Leverkusen am Boden, dahinter Jonas Hofmann Bayer Leverkusen und Jeff Chabot VfB Stuttgart. Fussball 1. Bundesliga, 8.Spieltag, Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart, am 31.10.2026 in Leverkusen/ Deutschland. DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video *** After the goal that made it 14, Ibrahim Maza of Bayer Leverkusen is on the ground, with Jonas Hofmann of Bayer Leverkusen and Jeff Chabot of VfB Stuttgart behind him. Soccer, Bundesliga 1, Matchday 8, Bayer 04 Leverkusen vs. VfB Stuttgart, on October 31, 2026, in Leverkusen, Germany. DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Leverkusens Jonas Hofmann spricht mit Stuttgarts Jeff Chabot. Ibrahim Maza sitzt am Boden.

Vier Gelbe Karten in sechs Sekunden, drei Tore, zwei Lattentreffer, eine Rudelbildung und ein Foul zwei Sekunden nach Anpfiff – und das sind nur die Zahlen der ersten Hälfte. Bayer Leverkusen gegen den VfB Stuttgart – das ist in den vergangenen Jahren zu einer Garantie für Spektakel in der Fußball-Bundesliga geworden. Am Samstag lieferten beide Teams erneut auf ganzer Linie ab.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es turbulent. Am Ende gewannen die Schwaben 4:2 (2:1) und sorgen für Kopfschmerzen bei den Leverkusenern, die in der Tabelle aus den Champions-League-Rängen auf Platz sechs abrutschten, Sie stehen im Derby beim 1. FC Köln am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) mächtig unter Druck.

„Das ist in den vergangenen Jahren gewachsen“, erklärte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß die neue Rivalität. „Beide Mannschaften haben in den vergangenen drei Jahren sehr vieles richtig gemacht, häufig waren es Topspiele zweier Mannschaften, die oben dabei waren. Das ist gut für den Fußball und die Bundesliga. Ich sitze hier als Gewinner, ich habe aber schon häufig als Verlierer hier gesessen, und auch da waren es spannende Spiele.“

Zweite Liganiederlage nacheinander

Für Leverkusen war es die zweite Liganiederlage nach dem 0:3 in Hoffenheim nacheinander. Zusammen mit dem Pokalspiel gegen Nürnberg (5:2) hat die Werkself damit neun Gegentore in drei Spielen gefangen. „Insgesamt haben wir natürlich zu viele Gegentore kassiert“, sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes. „In der Phase davor haben wir häufig zu Null gespielt, und daraus haben wir unsere Siege eingefahren und neue Stabilität gewonnen. In diesen Spielen war das einfach nicht der Fall.“

Der Ton für die Partie war schnell gesetzt: Ermedin Demirovic foulte Facundo Medine nach nicht mal zwei Sekunden. Und so ging es auch weiter. Es war geplante Unruhe. „Wir wollten ein physisches Spiel spielen und körperlich ins Spiel kommen. Das ist super gelungen, indem wir direkt in Führung gegangen sind“, erklärte Hoeneß.

Bei den ersten beiden Stuttgarter Treffern verteidigte Bayer zu nachlässig und Torhüter Mark Flekken hatte Pech mit Abprallern. Demirovic und Jamie Leweling waren die Nutznießer. Die Intensität blieb hoch. Patrik Schick köpfte nach Ecke von Aleix García zum 1:2 ein. Ibrahim Maza scheiterte an der Latte. Dann wurde es richtig hitzig. Eine Rudelbildung vor der Leverkusener Bank nach hartem Foul Luca Jaquez an Afonso Moreira sorgte für Aufruhr. Gelbe Karten für vier Akteure und jeweils einen Co-Trainer der beiden Mannschaften waren die Folge. Kurz vor der Pause hatte dann auch Stuttgart in Person von Leweling Latten-Pech.

„Wir haben nicht alle Momente im Griff gehabt, aber ich habe nicht das Gefühl, dass die Mentalität schlecht war“, sagte Martínez. Leverkusen blieb im Spiel, hatte einige vielversprechende Angriffszüge, doch der letzte Pass oder Abschluss haute nicht hin. Ganz im Gegensatz zu den Stuttgartern, die eiskalt waren.

Erst ließ Bayer Bilal El Khanouss an der Strafraumkante so lange spazieren, bis er zum 3:1 vollendete, dann spielte Deniz Undav einen Sahnepass in die Schnittstelle: 4:1 durch Demirovic. In der mit 30.210 Zuschauern gefüllten Bay-Arena war fortan nur noch der Gästeblock zu hören. Daran ändert auch der Anschlusstreffer von Ibrahim Maza per Kopf nichts mehr. Auch die letzte Patrone von der Bank, Victor Boniface, zündete nicht.

„Nervös macht mich die Lage nicht, weil wir trotzdem gut Fußball spielen“, betonte Rolfes. „Aber wir müssen ein paar Stellschrauben justieren, um noch stabiler zu sein. Wir haben eine gute Mannschaft, und ein paar Verletzte kommen zurück und bringen wieder Qualität. Den Weg in die Champions League bekommt man nicht geschenkt. Das ist ein Weg über die ganze Saison.“

Bevor es über den Rhein nach Müngersdorf geht, muss Bayer unter der Woche am Donnerstag (21 Uhr, RTL+/Sky) noch in der Europa League zu Hause gegen Olympique Marseille ran. In der Europa League ist die Werkself mit neun Punkten perfekt gestartet. Und: Sie hat in drei Spielen noch kein Gegentor kassiert. Das wünschen sie sich bei Bayer auch mal wieder in der Bundesliga.