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Bayer fordert 30 Millionen EuroAlejandro Grimaldo forciert Wechsel zu Atlético Madrid

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Atletico de Madrid v Bayer 04 Leverkusen - UEFA Champions League 2024/25 League Phase MD7 Marcos Llorente central midfield of Atletico de Madrid and Spain and Alejandro Grimaldo left-back of Bayer 04 Leverkusen and Spain compete for the ball during the UEFA Champions League 2024/25 League Phase MD7 match between Atletico de Madrid and Bayer 04 Leverkusen at Riyadh Air Metropolitano on January 21, 2025 in Madrid, Spain. Madrid Spain PUBLICATIONxNOTxINxFRA Copyright: xJosexBretonx originalFilename:bretonhernandez-atletico250121_npeC2.jpg

Januar 2025: Alejandro Grimaldo mit Bayer 04 in der Champions League gegen Atlético Madrid und Marcos Llorente (u.).

Alejandro Grimaldo hat sich mit Atlético Madrid geeinigt. Leverkusen würde mit dem Spanier eine der wenigen, verbliebenen Führungsfiguren im Kader verlieren.

Es ist seit geraumer Zeit ein Running Gag auf der Geschäftsstelle von Bayer 04. Immer wenn Alejandro Grimaldo mit einem spanischen Medium spricht, weiß man in Leverkusen, dass eine Antwort ganz sicher nicht fehlen wird: „Ich will irgendwann zurück nach Spanien und dort bei einem Topklub spielen.“ So oder so ähnlich hat es der 30-Jährige in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder zu Protokoll gegeben. Nun spricht vieles dafür, dass sich sein Wunsch in diesem Sommer erfüllt.

Wie die spanische Sportzeitung „Marca“ und Transferexperte Fabrizio Romano am Freitag übereinstimmend berichteten, hat sich Grimaldo mit Atlético Madrid über einen Wechsel in die spanische La Liga verständigt. „Einigung über die persönlichen Konditionen zu 100 Prozent erzielt – Grimaldo sagt Ja zum Projekt von Atlético“, schrieb Romano auf „X“. Bayer 04 bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion, dass Grimaldos Berater die Einigung zwischen Spielerseite und Atlético den Leverkusener Verantwortlichen mitgeteilt habe. Die Verhandlungen mit den Madrilenen seien aber noch nicht angelaufen.

Erst am Montag hatte sich der neue Leverkusener Trainer Carles Martínez zuversichtlich zu einem Verbleib von Freistoßspezialist Grimaldo geäußert. „Grima ist ein toller Typ und eine Führungsfigur. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich sehr darauf freue, mit ihm hier zu arbeiten“, sagte der 42-Jährige der „Bild“. Zuletzt war immer wieder über einen Wechsel zu Atlético oder Juventus Turin spekuliert worden. Martínez: „Er ist jetzt bei der WM, Transfergerüchte um solch einen Spieler sind normal. Dass sich auf dem Markt schnell etwas verändern kann, muss man wissen.“ So ist es nun offenbar geschehen.

Marc Cucurella entschied sich für Real

Eigentlich hatten Atléticos Sportdirektor Mateu Alemany und Trainer Diego Simeone auf dieser Position andere Pläne. Sie wollten Marc Cucurella, den Stamm-Linksverteidiger der spanischen Nationalelf, zum Champions-League-Halbfinalisten der vergangenen Saison zu „Atléti“ lotsen. Am Ende entschied sich der Lockenkopf, der im EM-Viertelfinale 2024 gegen die DFB-Elf mit seinem nicht geahndeten Handspiel in der Verlängerung Berühmtheit erlangte, aber für den Stadtrivalen Real Madrid.

Alemany soll laut „Marca“ daraufhin in den vergangenen Tagen den Kontakt zu Grimaldo und dessen Berater intensiviert haben. Nach der Einigung mit dem Spieler stünden nun die Verhandlungen mit Bayer 04 an. Grimaldos Vertrag mit dem Bundesligisten läuft noch eine Saison bis 2027. Laut „Marca“ und Romano steht eine Ablösesumme zwischen zwölf und 15 Millionen Euro im Raum. Doch nach Informationen unserer Redaktion fordert Leverkusen 30 Millionen Euro. Die Werkself will ihren Topscorer der vergangenen Saison (14 Tore, zwölf Vorlagen) nur für einen ihrer Ansicht nach marktgerechten Preis abgeben.

Für die Werkself würde ein Abgang von Grimaldo neben dem Verlust immenser sportlicher Qualität auch das Führungsvakuum weiter vergrößern. Im vergangenen Sommer hatten bereits Lukas Hradecky, Jonathan Tah, Granit Xhaka und Florian Wirtz den Klub verlassen. Die Zugänge und die übrigen Spieler konnten diese Lücken sowohl auf als auch neben dem Platz nicht schließen. Grimaldo, der als Vertreter von Robert Andrich in der abgelaufenen Saison mehrmals die Kapitänsbinde getragen hat, galt als einer der wenigen Leader im Team. Wichtige Ansprachen in der Kabine sind überliefert.

„Im Sommer wird es Bewegung im Kader geben. Wir müssen schauen, dass Spieler in ihre Rollen reinwachsen. Und wir müssen die Ecksäulen der Mannschaft schneller klar haben“, hatte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes unmittelbar nach dem Verpassen der Champions League am letzten Spieltag gesagt. Und weiter: „Vorangehende Typen – das heißt ja gar nicht vom Alter her vorangehende Typen, sondern ehrgeizige Typen, die alles rausholen und sich nicht zurücknehmen. Du musst dagegenhalten, du musst nach vorne pushen.“ Einer dieser Typen im Kader ist Alejandro Grimaldo.

Bisher hat Leverkusen fünf Zugänge für die kommende Saison verpflichtet – ausschließlich Talente mit viel Potenzial: Ndjicoura Bomba (19), Aleksa Damjanovic (17), Kerim Alajbegovic (18), Kennet Eichhorn (16) und Afonso Moreira (21). Über einen möglichen Abgang von Kapitän Robert Andrich (31, Vertrag bis 2028), für den weder in der von Martínez präferierten Viererkette noch im zentralen Mittelfeld Platz sein könnte, wird spekuliert. Auch Jonas Hofmann (32, Vertrag bis 2027) hat aller Voraussicht nach keine Zukunft bei Bayer 04. Geht auch Grimaldo, sind Rolfes und Kaderplaner Kim Falkenberg gefordert, neben sportlichem Talent auch Persönlichkeit zu verpflichten.