Ex-Bundestrainer Joachim Löw sieht Potenzial bei der DFB-Elf, kritisiert aber mangelnde Konstanz und die WM-Erweiterung.
Löw tippt auf WM-SiegEx-Trainer kritisiert aber das XXL-Turnier in Amerika

Jogi Löw sieht klare Defizite bei der Deutschen Mannschaft.
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Joachim Löw, der ehemalige Bundestrainer, sieht für die deutsche Nationalelf etwa einen Monat vor der Weltmeisterschaft in Amerika noch Entwicklungsmöglichkeiten. Das Team habe zwar das spielerische Potenzial, um mit Spitzenmannschaften zu konkurrieren und könne „eigentlich jeden zu schlagen“, lasse aber häufig nach und baue so Kontrahenten wieder auf. Diese Analyse teilte Löw bei dem Event „Ein runder Abend – mit Fußball & Freunden“.
Bei der Veranstaltung, die Thomas Helmer moderierte und Reiner Calmund organisierte, hob Löw, der die DFB-Auswahl von 2006 bis 2021 trainierte, zugleich positive Aspekte hervor.
Nach den unbefriedigenden Ergebnissen bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 habe eine personelle Erneuerung mit jungen Talenten wie Florian Wirtz und Jamal Musiala für frischen Schwung gesorgt. „Die Mannschaft ist in den letzten zwei, drei Jahren deutlich besser geworden“, konstatierte Löw.
Kritik an der WM-Erweiterung
Kritik übte Löw an der Vergrößerung der Weltmeisterschaft auf 48 teilnehmende Nationen. Das Turnier werde dadurch zu umfangreich und langwierig, was er mit den Worten kommentierte: „Da geht viel Qualität verloren.“ Die Beanspruchung der Spieler nehme durch die verlängerte Dauer von Partien und Regenerationsphasen zu. Ferner ist der Trainer der Ansicht, dass diese Expansion noch nicht ihr Ende gefunden habe.

Reiner Calmund erinnerte bei seinem Bühnenprogramm an große Spiele aus der Vergangenheit.
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Eine WM-Endrunde mit 64 Mannschaften hält er perspektivisch für denkbar. Seine Prognose für das Finale 2026 gab er ohne Zögern ab: Deutschland werde im Endspiel auf Brasilien treffen und als Sieger hervorgehen. Das Großturnier startet am 11. Juni und endet am 19. Juli mit dem Finalspiel in East Rutherford.
Löws Einschätzung zu Leroy Sané
Das Abendprogramm von Calmund bot über Löws Analyse hinaus auch Retrospektiven. Calmund erinnerte an bedeutende Spiele, besondere Karrieremomente und Zusammentreffen mit einflussreichen Fußballpersönlichkeiten. Anknüpfend daran beurteilte Löw auch aktuelle Spieler. Leroy Sané verfüge zwar über „außergewöhnliche Fähigkeiten“, sein volles Potenzial zeige er aber zu selten auf konstantem Niveau, so die Meinung von Löw. (dpa/red)
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