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Supercup-KommentarDie Bayern sind einfach aus dem Urlaub zurück gekommen

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Supercup Kommi

Der FC Bayern feiert den Supercup-Sieg

Köln – Als im Dortmunder Stadion das Lametta durch die Luft flog, war doch wieder alles wie immer. Die Spieler des FC Bayern München gruppierten sich zur Jubel-Traube, stemmten den Pokal in die Höhe, klatschten sich auf die Schultern und freuten sich, in der besten deutschen Fußball-Mannschaft zu spielen. Das hatten, abgesehen von den vielen Millionen Bayern-Fans, eigentlich alle verhindern wollen. Und die Zeichen schienen ja gut zu stehen.

Unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann hatte der Rekordmeister in mehr als sechs Wochen Vorbereitung kein einziges Spiel gewonnen. Zum Bundesliga-Auftakt gegen Mönchengladbach waren deutliche Schwächen erkennbar gewesen. Die Personaldiskussion in München wird zudem von nicht gekannten Zweifeln begleitet. Der Krösus des deutschen Fußballs muss sich, was überhaupt nicht passen will, in einer Art Corona-Demut üben und hat in der ganzen langen Transferperiode nach dem Verlust der Stützen Alaba und Boateng erst einen teuren Spieler verpflichtet, während in Paris, Chelsea und Manchester alle Rekorde gesprengt werden.

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Deshalb existierte ziemlich klar formuliert die Erwartung, dass Erling Haaland, die norwegische Ur-Gewalt im BVB-Trikot, beim Supercup eine Zeitenwende einleiten und den wankenden Riesen im Alleingang, wie es auf Neudeutsch heißt, „zerstören“ würde. Hat jetzt aber nicht funktioniert. Deshalb ist, außer bei den vielen Millionen Bayern-Fans, die Enttäuschung groß.

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Bevor jemand ernsthaft fragt, wie das passieren konnte, hier die schlichte Antwort: Die Mannschaft des FC Bayern ist vor zwei, drei Wochen aus dem Urlaub gekommen. Mit fast allen Spielern, die unter Hansi Flick in eineinhalb Jahren sieben Titel gewonnen hatten. Das ist passiert. Was in den Wochen vorher dieses Trikot getragen hatte, war, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen wie dem Top-Neuzugang Dayot Upamecano, eine Nachwuchs- und Gescheiterten-Auswahl, deren Ergebnisse in Klammern zu sehen sind. Streng genommen ist Julian Nagelsmann erst seit vergangenen Freitag Bayern-Trainer, als das Ensemble mit einem 1:1 in Mönchengladbach in die Saison startete.

Borussia Dortmund hat spektakuläre Spieler auf Weltklasse-Niveau, aber auch einen Kader, von dem niemand eine Wachablösung im deutschen Fußball verlangen kann. Dazu sind die Qualitätsunterschiede zwischen Erling Haaland und Felix Passlack einfach zu groß. Was außerhalb des deutschen Fußballs geschieht, ist eine andere Frage. Da wird sich der FC Bayern mit seinem jetzt nicht mehr titellosen Trainer womöglich bald in einer ähnlichen Lage befinden wie seine Verfolger in der Bundesliga.