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Niederlage im DEL-KlassikerKölner Haie verlieren Spektakel-Spiel mit elf Toren

Fünf Treffer reichen am Ende nur für einen Punkt: Die Kölner Haie unterliegen Mannheim nach Verlängerung mit 5:6.

Spielszene im DEL-Duell Kölner Haie - Adler Mannheim.

Im Spiel zwischen den Kölner Haien und den Adler Mannheim war reichlich Spektakel geboten.

Viel Spektakel, aber zu wenige Punkte für die Kölner Haie. Der DEL-Klassiker gegen Adler Mannheim wurde am Dienstag zum echten Eishockey-Thriller mit bösem Ende für den KEC. Nach insgesamt elf Toren setzten sich die Gäste mit 6:5 nach Verlängerung durch.

Bevor es auf dem Eis zur Sache ging, wurde es im Henkelmännchen kurz feierlich: Louis-Marc Aubry wurde für sein 500. DEL-Spiel ausgezeichnet. Der Jubilar erhielt zum Start in den besonderen Abend ein gerahmtes Trikot mit seinem Namen und der magischen Zahl auf dem Rücken.

Jubilar Aubry trifft im Jubiläumsspiel für die Haie

Ein Topspiel war das wegen eines Arena-Konzerts von Sonntag auf Dienstag verlegte Traditionsduell zumindest anhand der Tabellenlage beider Teams diesmal nicht: Die Haie als Siebter und die Adler als Fünfter haben nach zwölf Spielen noch etwas Luft zur Tabellenspitze mit Meister Eisbären Berlin.

Früh im Spiel machten sich die Haie daran, den Rückstand zu verkürzen. Brady Austin traf in der vierten Minute mit einem krachenden Abschluss aus dem Rückraum zum 1:0. Der Puck schoss durch das Getümmel vor dem Kasten hindurch und landete oben links im Netz.

Die Führung hielt allerdings nur bis zum ersten Unterzahlspiel der Haie. Nach einem Abpraller drückte Kristian Reichel die Scheibe technisch stark aus wenigen Zentimetern über die Linie – exakt in der Lücke zwischen Querbalken und dem Helm von Torhüter Janne Juvonen. Auch dem Video-Check hielt der Treffer aus der siebten Minute stand.

In Minute 16 hatte dann ausgerechnet Aubry seinen Moment, erzielte im 500. DEL-Spiel seinen 150. Treffer. Den Rebound nach einem Kammerer-Schuss, der von der Bande zurück vor das Tor geprallt war, drückte er aus kurzer Distanz ins Tor.

Patrick Russell traf drei Minuten vor Ende des ersten Abschnitts nach einem ganz stark herausgespielten Angriff auf Vorlage von Marcel Noebels sogar noch zum umjubelten 3:1 für den KEC.

Zwischen Köln und Mannheim geht es hin und her

Im Mittel-Abschnitt kam Mannheim dann deutlich besser aus der Kabine und stellte schnell auf 3:3. Alexander Ehl brachte die Gäste in der 24. Minute wieder ran, zwei Minuten später sorgte Marc Michaelis auch schon für den Gleichstand.

Auch das 4:3 der Haie durch Russell (26.) konterten die Gäste wieder, Michaelis traf nach exakt einer halben Stunde zum 4:4 in einem echten Spektakel-Spiel. Zum Drittel-Ende kam es für Köln aber noch schlimmer. Reichel brachte Mannheim mit seinem zweiten Tor erstmals in Führung, nach 40 Minuten stand es 4:5.

Immerhin: Der KEC zeigte Moral, kurz nach Wiederbeginn glich Daniel Fischbuch zum 5:5 aus. Das Ergebnis hatte dann auch mal länger Bestand, plötzlich fielen keine Treffer mehr und es ging in die Overtime.

Die war keine Minute alt, als der entscheidende Treffer fiel: Mannheim schaltete schnell um, Nicolas Mattinen stocherte die Scheibe nach einem Abpraller von der Bande aus kurzer Distanz ins Netz. Lange Gesichter bei den Haien, die sich am Ende mit nur einem Punkt begnügen mussten.

Weiter geht es für das Team von Trainer Thomas Berglund schon am Freitag, dann steht eine kurze Auswärtsreise bevor: Im NRW-Duell gastiert der KEC ab 19.30 Uhr bei den Krefeld Pinguinen.