Der KEC kann in der DEL-Partie am Freitag in Bremerhaven einen Vereinsrekord einstellen.
Vereinsrekord kann eingestellt werdenKölner Haie peilen in Bremerhaven 13. Sieg an

Die Kölner Haie können am Freitag einen historischen Erfolg feiern.
Copyright: IMAGO/Beautiful Sports
Trainingssteuerung im Profisport basiert nicht nur darauf, sportliche Einheiten richtig zu dosieren, sondern hat auch damit zu tun, Phasen der Entspannung gekonnt einzuplanen. Besonders wichtig ist das im Eishockey, wenn im Januar ein Spiel auf das nächste folgt. Die Profis der Kölner Haie hatten sich nach ihrer Auswärtsreise in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit vier Siegen, die am Sonntag mit einem 3:1 in Augsburg zu Ende gegangen war, etwas Entlastung verdient. So hatten sie am Montag und Dienstag trainingsfrei.
Ein Sieg fehlt zum Vereinsrekord
Am Mittwoch gab es nach dem Training etwas Besonderes: eine Familienfeier – mit Wintergrillen und gemeinsamem Spaßskaten auf dem Eis der Kölnarena 2. Am Donnerstagmittag saßen die KEC-Spieler dann bereits im Teambus, der in den Norden des Landes fuhr, nach Bremerhaven, wo der KEC am Freitag (19.30 Uhr) bei den Fischtown Pinguins antreten wird.
Eventuell wird während der Fahrt Trainer Kari Jalonen nicht allzu guter Stimmung gewesen sein. Denn die DEL verdonnerte ihn am Donnerstag zu einer Geldstrafe in nicht genannter Höhe, da er er sich am 9. Januar nach dem 5:4 seiner Haie Ingolstadt „unsportlich gegenüber den Spieloffiziellen“ verhalten haben soll.
Alles zum Thema Deutsche Eishockey Liga
- Vereinsrekord kann eingestellt werden Kölner Haie peilen in Bremerhaven 13. Sieg an
- Gerichte von früher Neue Betreiber des Flittarder Hofs setzen auf Tradition und Frische
- Augsburger Panther Tätlichkeit gegen Schiedsrichter: Eishockey-Profi gesperrt
- Ein Sieg fehlt noch Bandengeneral Jalonen und der Rekordlauf der Kölner Haie
- NHL Mit Hund und Familie: Oilers ehren Draisaitl für 1000 Punkte
- Deutsche Eishockey Liga Eisbären Berlin gewinnen Winter Game gegen Dresdner Eislöwen
- Elfter Sieg in Folge Kölner Haie gewinnen durch spätes Tor in Ingolstadt
Jalonen wird es verkraften, zumal die Lage beim KEC sonst sehr angenehm für ihn ist. Sollten die Haie in Bremerhaven wieder gewinnen, wäre es Sieg Nummer 13 in Serie – womit sie ihren Vereinsrekord in der DEL einstellen würden, den sie in den Spielzeiten 1995/96 und 2005/06 aufstellten. „Wir konnten zuletzt viele Partien gewinnen, aber das waren alles keine Selbstläufer. Da waren viele enge Spiele dabei. Bremerhaven ist sehr gefährlich, wir müssen von der Strafbank wegbleiben und in unserem System spielen. Wir reisen mit einem Flow nach Bremerhaven und versuchen, einen Weg zu finden, um die Heimreise mit Punkten anzutreten“, sagte Haie-Stürmer Dominik Bokk.
„Kein Selbstläufer“ – diesen Ausdruck hört man im Eishockey häufig. Das hängt damit zusammen, dass die Leistungsunterschiede in der Liga nicht groß sind und prinzipiell, abhängig von der Tagesform, jeder jeden schlagen kann. Die Fischtown Pinguins, gecoacht vom früheren KEC-Profi Alexander Sulzer, haben den Haien in der jüngeren Vergangenheit jedoch gelegen. Alle drei bisherigen Saisonduelle entschieden die Kölner für sich, mit 4:1 und 3:0 in Köln sowie mit 5:2 in Bremerhaven.
Wiedersehen mit alten Bekannten
Ob am Freitag Ex-Haie-Torhüter Julius Hudacek das Tor der Fischtown Pinguins hüten wird, ist offen. Der Slowake wechselte sich zuletzt mit Leon Hungerecker ab, wobei beide momentan nicht zu den statistisch besten Torhütern der DEL zählen. Hudacek kommt auf eine Fangquote von 87,93 Prozent, Hungerecker auf 88,91. Die Kölner Goalies Janne Juvonen (93,14) und Felix Brückmann (92,10) weisen deutlich bessere Werte auf.
Am 7. Dezember hatte sich Christian Wejse, dänischer Stürmer der Fischtown Pinguins, beim ersten Spiel des KEC in Bremerhaven verletzt, als ihn eine Schlittschuhkufe am Kopf traf. Davon erholte sich der 27-Jährige, doch zuletzt erwischte es ihn erneut. Beim 3:1-Sieg der Bremerhavener am vergangenen Freitag gegen Nürnberg bekam Wejse einen Schlagschuss ins Gesicht und musste wegen einer Gesichtsfraktur operiert werden. Er wird den Pinguins somit am Freitag fehlen.
Die Kölner Haie können dagegen wieder aus dem vollen Kader schöpfen. Kapitän Moritz Müller und Stürmer Parker Tuomie, die zuletzt angeschlagen pausierten, sind wieder einsatzbereit. Auch der kanadische Angreifer Nate Schnarr, der verletzt gefehlt hatte, könnte zurückkehren. In Bremerhaven soll er nach Auskunft der Haie allerdings noch nicht spielen, wohl aber am Sonntag (16.30 Uhr) in der Heimpartie in der Lanxess-Arena gegen Iserlohn. Sobald Schnarr wieder aufläuft, muss ein anderer ausländischer Haie-Profi zusehen, da pro Partie und Team nur neun Importspieler eingesetzt werden dürfen.

