Die A-Junioren des Südstadt-Klubs bekommen es mit einer der besten Talentschmieden des Landes zu tun: dem SC Freiburg.
NachwuchsfußballFortuna Köln fiebert DFB-Pokal-Premiere entgegen

Timo Westendorf, Trainer von Fortuna Kölns A-Junioren
Copyright: IMAGO/Jan Huebner
Bei den A-Junioren startet am Wochenende die neue Saison: Im DFB-Pokal trifft die U19 von Fortuna Köln auf den Rekordsieger. Der SC Freiburg hat den Wettbewerb bereits sechsmal gewonnen. Viktoria Köln spielt in der Auftaktrunde beim SV Babelsberg 03 um den Einzug in die zweite Pokalrunde. Im Duell zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Köln treffen die beiden Halbfinalisten der vergangenen Saison aufeinander. Titelverteidiger ist der VfB Stuttgart.
Gewaltige Aufgabe für Fortuna Köln
Der letzte Triumph im DFB-Pokal gelang der Freiburger Talentschmiede vor acht Jahren mit einem 2:1-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Damals gehörte auch Nico Schlotterbeck zum Team, dessen Karriere anschließend ordentlich Fahrt aufnahm. Es war das bis dahin sechste Endspiel in diesem Wettbewerb für die Breisgauer, die alle sechs gewinnen konnten. In der vergangenen Saison war der FSV Mainz 05 in der ersten Runde die Endstation. Fortuna Köln ist mit seinem Nachwuchs erstmals im DFB-Pokal der Junioren vertreten. Einen direkten Vergleich zwischen beiden Klubs hat es bislang nicht gegeben. Die Premiere steigt am Samstag um 11 Uhr auf der Sportanlage Kapellenstraße in Köln-Rondorf.
Begeisterung und Demut sind bei Fortuna-Coach Timo Westendorf schon Tage zuvor deutlich spürbar: „Das ist eigentlich unfassbar, dass wir gegen Freiburg antreten dürfen – eines der Top-Nachwuchsleistungszentren mit einer unglaublichen Durchlässigkeit in den Profibereich. Es ist einfach herausragend, dass wir diese Gelegenheit haben und uns in diesem Wettbewerb präsentieren dürfen. Wir können uns glücklich schätzen und wollen diesen Moment genießen.“ Ursprünglich sollte die Partie auf der Bezirkssportanlage in Bocklemünd ausgetragen werden. Ausschlaggebend für den Umzug auf die Platzanlage in Rondorf sei die räumliche Nähe zum Jean-Löring-Sportpark gewesen. „So müssen wir nicht durch ganz Köln fahren“, sagt Fortunas U19-Coach.
Viktoria Köln reist nach Potsdam
Im ersten Pflichtspiel der Saison werden Westendorf allerdings ferienbedingt einige Akteure fehlen. „Dennoch werden wir eine vernünftige Mannschaft auf den Platz schicken – mit Jungs, die sich zeigen und diese Bühne nutzen wollen.“ Ein ordentlicher Auftritt seines Teams käme einem vorgezogenen Geburtstagsgeschenk gleich. Westendorf wird am Montag 33 Jahre alt.
Der FC Viktoria Köln trifft in Potsdam auf den SV Babelsberg 03 (Samstag, 11 Uhr). Nach der gelungenen Generalprobe gegen Fortuna Düsseldorf (2:2; für Viktoria trafen Boran Bayrak und Shevin Matondo) zeigte sich Viktoria-Coach Pietro Schiavo zufrieden: „Es war in weiten Teilen wirklich gut.“ Der Trainer kann in Brandenburg personell beinahe aus dem Vollen schöpfen. In wenigen Wochen wird auch Lennard Dorn im Training zurückerwartet. Zum Gegner könne er allerdings nicht allzu viel sagen. „Babelsberg verfolgt einen spielerischen Ansatz. Das beeinflusst unsere Zielsetzung aber nicht. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und in die zweite Pokalrunde einziehen. Dafür werden wir alles tun.“
Duell der Schwergewichte zwischen Bochum und FC
Im Duell zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Köln (Sonntag, 11 Uhr) treffen in der Auftaktrunde zwei Schwergewichte aufeinander. „Ich denke, die Freude über diese Auslosung hielt sich auf beiden Seiten in Grenzen. Diese Paarung hätte auch gut und gerne ein Viertel- oder Halbfinale sein können“, meint FC-Coach Stefan Ruthenbeck. Schade sei, dass einem Team dadurch drei oder vier Pflichtspiele genommen würden, die für die Ausbildung wichtig seien.
Nach Abschluss der Saisonvorbereitung hat der Kölner Fußballlehrer eine „starke Gruppe beisammen, die im Spiel nach vorne“ bislang ihre besten Momente hatte. Defensiv sei das Team allerdings noch „etwas wackelig“, so der 54-Jährige. Gerade in der eigenen Spielhälfte müsse man sich noch verbessern. In Bochum werden einige seiner Akteure nicht einsatzbereit sein. Dafür steht Neuverpflichtung Millian Eggers (FC Ingolstadt) zur Verfügung. Der Mittelstürmer werde „mehr als eine Alternative“ sein.
