Nach überstandenen Verletzungsproblemen meldete sich die Leverkusener Stürmerin mit einem Traumtor zurück.
FrauenfußballVerena Wieder setzt beeindruckenden Schlussstrich unter ihre Probleme

Verena Wieder (rechts) lässt sich nach ihrem Traumtor gegen Leipzig feiern.
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Die Tour in den Norden der Republik wird Verena Wieder zum Wochenausklang mit einem guten Gefühl antreten. Am Sonntag, sechs Tage vor dem Pokal-Achtelfinale beim Hamburger SV (Sa., 25. November), glückte der Offensivspielerin des Fußball-Erstligisten Bayer 04 Leverkusen nicht nur ihr erster Saisontreffer, sondern gleichsam auch eines ihrer wichtigsten und vor allem spektakulärsten Tore.
Verena Wieder mit traumhaftem Fallrückzieher-Tor gegen Leipzig
Es lief schon die Nachspielzeit, als die 19 Minuten zuvor eingewechselte Wieder binnen weniger Augenblicke gutes Stellungsspiel, Coolness und Geschick bewies. Von Cecilie Johansen gelangte der Ball zur am Fünfmeterraum postierten Angreiferin, die kurzentschlossen zum Fallrückzieher ansetzte und zum 1:1-Endstand gegen Aufsteiger RB Leipzig traf.
„Ich glaube, ich habe noch nie per Fallrückzieher getroffen“, staunt Wieder noch ein paar Tage später über die eigene Aktion. Zeitpunkt und Bedeutung des Tores, das noch ein Unentschieden brachte, seien die beiden anderen Komponenten, die es zu ihrem „definitiv schönsten Bundesliga-Treffer“ machten.
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Noch einen weiteren Aspekt hatte ihr Trainer Robert de Pauw im Sinn, als er nach dem Abpfiff betonte, sich sehr für Wieder zu freuen. Denn mit dem Treffer gegen Leipzig zog die gebürtige Allgäuerin auch auf fulminante Weise einen Schlussstrich unter eine von gesundheitlichen Problemen geprägte Phase in ihrer Karriere. „Sie hat hart daran gearbeitet hat, sich zurückzukämpfen“, betont de Pauw.
Ich glaube, ich habe noch nie per Fallrückzieher getroffen
Oberschenkelprobleme hatten Wieder vorübergehend ausgebremst. Inzwischen, das macht sie deutlich, fühlt sie sich wieder topfit. „Seit einigen Wochen geht es mir sehr gut. Der Körper funktioniert wieder super“, erklärt die 23-Jährige. Und diese Worte dürfte spätestens seit Sonntag niemand bezweifeln.
DFB-Pokal-Achtelfinale beim Hamburger SV
Auf Wieder und ihre Teamkolleginnen wartet am Samstag, 14 Uhr, beim Hamburger SV eine anspruchsvolle Aufgabe. Zwar spielt der Traditionsverein lediglich in der Zweiten Liga, doch die Spielerinnen aus der Hansestadt belegen Platz zwei des Klassements und schicken sich an, dieses Kapitel im Sommer mit dem Aufstieg abzuschließen.
„Uns erwartet ein sehr schwieriges, umkämpftes Spiel gegen einen starken Zweitligisten“, meint auch Wieder. Man müsse schon 100 Prozent abliefern, „denn die Hamburgerinnen werden an ein Wunder glauben“. Darauf gelte es, sich einzustellen. „Schließlich wollen wir in die nächste Runde einziehen“, macht die Bayer-Angreiferin klar.


