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Experten erwarten LNG-BoomAnteil von Flüssiggas in Europa steigt bis 2029 auf 52 Prozent

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LNG-Tankschiff «Maran Gas Amorgos»

Experten rechnen damit, dass in den kommenden Jahren weltweit immer mehr Flüssigerdgas (LNG) gehandelt wird. Das Foto zeigt den Bug des LNG-Tankschiffs «Maran Gas Amorgos», das kürzlich für eine Wartung in einem Trockendock in Spanien lag.

Flüssiggas wird bald mehr als die Hälfte der Gasversorgung in Europa ausmachen. Auch deutsche Energiekonzerne sind beteiligt.

Laut Prognosen von Energie-Fachleuten wird verflüssigtes Erdgas in nur wenigen Jahren über die Hälfte der Gasversorgung in den bedeutenden europäischen Märkten stellen. Andreas Schröder, ein Experte für den Gasmarkt beim Analyseunternehmen ICIS, äußerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Der Anteil von Flüssiggas im Gasmix von West- und Zentraleuropa steigt nach unseren Prognosen von 44 Prozent im vergangenen Jahr auf 47 Prozent im Jahr 2027“. Für das Jahr 2029 wird eine Quote von 52 Prozent prognostiziert.

Schröder benennt als wesentliche Ursache für diesen Trend eine globale Erweiterung der LNG-Verfügbarkeit, insbesondere in Nordamerika. Diese Expansion sei derart ausgeprägt, „dass sie die temporären Lieferausfälle Katars schnell wieder kompensiert und die Preise für Flüssiggas perspektivisch niedrig hält.“

Die Untersuchung von ICIS umfasste die Märkte von zwölf Staaten: das Vereinigte Königreich sowie die EU-Mitglieder Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Belgien, Polen, Österreich, Tschechien, die Slowakei und Ungarn. LNG ist die Kurzform des englischen Begriffs „Liquefied Natural Gas“, was verflüssigtes Erdgas bedeutet.

Deutsche Energieunternehmen im globalen LNG-Handel

Auch diverse deutsche Energieunternehmen, insbesondere Sefe, Uniper und RWE, sind in den weltweiten LNG-Handel involviert. Sefe, die frühere Gazprom Germania, hat laut eigenen Mitteilungen sechs spezielle Tanker für LNG angemietet. Wie der Konzern auf Nachfrage mitteilte, existieren Lieferabkommen mit Produzenten aus den USA, Westafrika, Südamerika, dem Nahen Osten sowie Ostasien. Ein Firmensprecher erläuterte: „Darüber hinaus bezieht Sefe noch LNG aus einem Altvertrag mit dem russischen Produzenten Yamal, wobei russische LNG-Lieferungen ab 1. Januar 2027 EU-Sanktionen und einem Importverbot unterliegen“. Das Flüssiggas wird global ausgeliefert, wobei Europa und Indien als die zentralen Absatzmärkte für Sefe gelten. Im Jahr 2025 hat die Firma etwa 180 Schiffsladungen an ihre Abnehmer ausgeliefert.

In einem vergleichbaren Umfang war der Energiekonzern Uniper aktiv, der momentan vier Schiffe gechartert hat. Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben im Jahr 2025 insgesamt 167 LNG-Schiffsladungen umgeschlagen. „Vor der Krise 2022 waren wir bei 360 Ladungen pro Jahr“, führt Uniper-Manager Niels Fenzl aus, der im Konzern für LNG-Beschaffung, Vertrieb und Infrastruktur verantwortlich ist. Uniper plant, am prognostizierten starken Wachstum des LNG-Sektors zu partizipieren. Laut Fenzl arbeitet man derzeit „sehr aktiv“ daran, das Portfolio auf das frühere Niveau zurückzuführen oder es sogar „darüber hinauszuentwickeln“. Langfristige Liefervereinbarungen bestehen ihm zufolge unter anderem für Gas aus den Vereinigten Staaten und der australischen Region.

RWEs LNG-Strategie: USA für Europa, Australien für Asien

Ebenfalls hat RWE im Vorjahr LNG bereitgestellt, konkret etwa neun Millionen Tonnen. Eine Unternehmenssprecherin erläuterte, dass dies rechnerisch 144 Schiffsladungen gleichkommt. „Langfristig beziehen wir LNG derzeit aus Australien (Woodside) und künftig auch aus den USA.“ Zukünftig sei auch der Bezug von LNG aus dem Nahen Osten eine Option. „Das LNG, das wir in den USA beschaffen, fließt derzeit hauptsächlich nach Europa. Das LNG, das wir beispielsweise in Australien kaufen, fließt hauptsächlich nach Asien.“ RWE verfügt ebenfalls über keine eigenen Schiffe. „Wir chartern bei Bedarf Transportkapazitäten, Art und Umfang variieren je nach Geschäft“, fügte die Sprecherin hinzu. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.