Dank eines starken Zuwachses bei der Windkraft ist Deutschland im ersten Quartal 2024 wieder Stromexporteur geworden.
Wende beim StromexportDeutschland verkauft erstmals seit 2023 wieder mehr Strom

Deutschland erzeugt mehr als die Hälfte seiner Stromproduktion aus erneuerbaren Energien
Copyright: Carsten Rehder/dpa
Im ersten Jahresviertel 2024 hat sich Deutschland erstmals seit dem Ausklang von 2023 wieder zu einem Nettoexporteur von Elektrizität entwickelt. Einem Rückgang der Energieeinfuhren um 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum stand eine Steigerung der Ausfuhren um über 20 Prozent gegenüber. Dies führte in der Summe zu einem positiven Saldo von 3,1 Milliarden Kilowattstunden.
Die gesamte in Deutschland generierte und in das Stromnetz überführte Energiemenge belief sich während der ersten drei Monate auf 126,6 Milliarden Kilowattstunden. Über die Hälfte dieser Menge, konkret 53,3 Prozent, wurde aus regenerativen Quellen gewonnen. Die Produktion aus erneuerbaren Energieträgern wuchs um beinahe 14 Prozent auf 67,5 Milliarden Kilowattstunden an, wohingegen die herkömmliche Energieerzeugung um annähernd zwei Prozent auf 59,1 Milliarden Kilowattstunden abnahm.
Starkes Wachstum bei der Windenergie
Das Wachstum im Sektor der erneuerbaren Energien lässt sich primär durch den signifikanten Ausbau der Windenergie erklären. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich die durch Windkraft generierte Elektrizität um annähernd 29 Prozent und erreichte einen Wert von 42,8 Milliarden Kilowattstunden. Dies entspricht einem Drittel des gesamten in Deutschland erzeugten und ins Netz gespeisten Stromvolumens. Die durch Solaranlagen gewonnene Energie verringerte sich demgegenüber um 7,4 Prozent auf 10,3 Milliarden Kilowattstunden.
Kohleverstromung rückläufig, Erdgas im Plus
Innerhalb der herkömmlichen Energiequellen verzeichnete die aus Kohle gewonnene Elektrizität im ersten Jahresviertel einen Rückgang um etwas mehr als fünf Prozent auf 30,5 Milliarden Kilowattstunden. Trotzdem behauptete Kohle mit einem Anteil von 24,1 Prozent ihre Stellung als zweitwichtigste Quelle für die nationale Stromproduktion. Die Energieerzeugung mittels Erdgas erfuhr im Gegensatz dazu eine Steigerung von 3,2 Prozent.
Österreich war laut vorangegangenen Informationen der Bundesnetzagentur im ersten Quartal der Hauptimporteur von Elektrizität aus Deutschland. Die Exporte in Richtung Dänemark und Norwegen zeigten die höchsten Wachstumsraten. Im Gegenzug wurden spürbar geringere Strommengen an Frankreich exportiert. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.