120 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik trafen sich bei der Firma Alfred Schütte. Arbeitgeber haben Sorge angesichts der anstehenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie.
Unternehmertag 2026Haase als Kölner Metall-Präsidentin wiedergewählt

Margarete Haase wurde am Dienstag als Präsidentin von Kölnmetall wiedergewählt
Copyright: Arton Krasniqi
Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes Kölnmetall wurde Margarete Haase als Vorstandsvorsitzende des Verbandes für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Die wiedergewählte Vorstandsvorsitzende bedankte sich für das ihr entgegengebrachte Ver-trauen und sprach allen Vorstandsmitgliedern ihren Dank für ihre Unterstützung und ihr Engagement aus.
Die Mitgliederversammlung fand in diesem Jahr im Rahmen des „Tags der Unternehmen“ bei Kölnmetall-Mitglied Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG statt. Dort konnten sich 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung gemeinsam mit dem Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) bei Werksführungen vor Ort von der Leistungsfähigkeit der Kölner Metall- und Elektroindustrie überzeugen.
Im Vormonat war Haase bereits als Vizepräsidentin des nordrhein-westfälischen Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie (Metall NRW) im Amt bestätigt worden.
Die Metall- und Elektroindustrie steht unter massivem Druck
Angesichts der im Herbst anstehenden Tarifrunde äußerte Haase sich besorgt über die extremen Belastungen, denen sich die Unternehmen derzeit ausgesetzt sehen, und appellierte an die Verantwortung für die Zukunft des Industriestandorts: „Die Metall- und Elektroindustrie steht unter massivem Druck. Arbeitsplätze gehen verloren, Betriebe fahren Kurzarbeit, Investitionen werden verschoben“, sagte Haase. Gerade jetzt brauche es kein Gegeneinander, sondern ein „gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen unserer Unternehmen“.
Die Tarifrunde 2026 müsse ein Signal des Zusammenhalts setzen. „Wer Arbeitsplätze sichern will, muss die wirtschaftliche Belastbarkeit der Betriebe im Blick behalten. Nur mit Verantwortung auf beiden Seiten können wir den Industriestandort stärken und Beschäftigung erhalten“, so Haase in ihrer Rede.
Gastgeber und Schütte-Geschäftsführer Carl-Martin Welcker hob die Bedeutung persönlicher Begegnungen hervor. Gerade in Krisenzeiten seien Austausch und Zusammenarbeit wichtiger, als sich ausschließlich von den täglichen Nachrichten über Zölle, Lieferengpässe oder Preissteigerungen leiten und verunsichern zu lassen.
Oberbürgermeister Burmester unterstrich die Bedeutung der Solidarität mit der Ukraine und appellierte an die Unternehmen, die Unterstützung des Landes auch langfristig im Blick zu behalten und sich aktiv am Wiederaufbau zu beteiligen. Burmester hat erst kürzlich gemeinsam mit Kölnmetall-Hauptgeschäftsführer Dirk Wasmuth die Ukraine besucht.
