Am Hauptbahnhof und am Rudolfplatz sind mehrere Demonstrationen angemeldet worden. Die Polizei wird Präsenz zeigen.
Jahrestag des Hamas-TerrorsDiese Veranstaltungen sind am 7. Oktober in Köln geplant

Die Synagoge im Kölner Rathenauviertel: Am 7. Oktober 2026 finden Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Hamas-Terrors statt.
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Zum dritten Jahrestag des Überfalls der Terrororganisation Hamas auf Israel finden in Deutschland zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Am 7. Oktober 2023 hatten Terroristen aus dem Gazastreifen israelische Orte und Armeestützpunkte entlang des Gazastreifens angegriffen. Etwa 1200 Menschen wurden getötet, rund 250 Geiseln verschleppt. Etliche kamen frei, viele ums Leben.
Auch in Köln gibt es mehrere Veranstaltungen. Um 17.30 Uhr findet eine Kundgebung am Rudolfplatz statt, zu der das Bündnis KölnerInnen gegen Antisemitismus aufruft. Angemeldet sind 200 Personen, es sind mehrere Reden geplant. Enden soll der Demonstrationszug auf dem Jean-Claude-Letist-Platz der Lindenstraße. Mitorganisator Klaus Fischer sieht die Veranstaltung unter dem Motto „Erinnern, Verstehen, Zusammenhalten“ als Zeichen der Wahrnehmung, „was mit jüdischen Menschen in Deutschland passiert“.
KölnerInnen gegen Antisemitismus bildete sich nach dem 7. Oktober 2023 und versteht sich selbst als links, spricht sich aber explizit gegen die in der linken Szene zu beobachtende „Verniedlichung des Massenmordes“ oder die „Ignoranz der sexistischen Übergriffe und Morde gegen Frauen“ aus. Fischer erklärt, viel zu häufig würden Juden in Deutschland für die Politik Benjamin Netanjahus verantwortlich gemacht. Am Ende der Kundgebung sollen rote Rosen als Zeichen für jede überlebende und tote Geisel verteilt werden.
Eine weitere Veranstaltung um 17.30 Uhr findet am Hauptbahnhof statt. Zu der Mahnwache, die von Privatleuten initiiert wird, ruft auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) auf. Angemeldet sind laut Polizei 20 Personen. Die Teilnehmenden der Stand-Demonstration finden sich oberhalb der Treppe auf der Domplatte ein. Das Motto ist „Mahnwache gegen Antisemitismus, Judenhass und die Dämonisierung Israels“.
Die Mahnwache sieht sich bewusst als Gegenveranstaltung zu der pro-palästinensischen Kundgebung „Drei Jahre Genozid“, die ebenfalls um 17.30 Uhr am Bahnhofsvorplatz startet. Der Zug, zu dem 300 Menschen angemeldet wurden, zieht über die Trankgasse zum Rudolfplatz. Die Polizei wird mit Kräften einer Einsatzhundertschaft vor Ort sein.
Kritik an pro-palästinensischer Demo in Köln
Johannes Platz, Vorsitzender der DIG Köln, kritisiert das Motto dieser Demonstration: Mit dem Slogan „3 Jahre Genozid. 78 Jahre Widerstand. Es begann nicht am 7. Oktober“, werde der Hamas-Terror relativiert und verharmlost. Die DIG weist gemeinsam mit dem Verein City of Hope Cologne auf die mutmaßliche Verflechtung der Veranstalter mit pro-terroristischen Gruppen wie dem Kufiya-Netzwerk hin. Dieses wird dem dogmatischen Linksextremismus zugerechnet.
Laut Bundesamt für Verfassungsschutz werden von diesen Gruppen „demokratische und humanitäre Anliegen missbraucht, Kundgebungen diskreditiert, Meinungspluralität ignoriert und gewalttätige Auseinandersetzungen und gesellschaftliche Spaltung provoziert, nur um das Dogma der eigenen Ideologie durchzusetzen.“
In der Synagogengemeinde in der Roonstraße veranstaltet die DIG um 19 Uhr zudem eine Vorführung des Dokumentarfilms „We will dance again“ des Regisseurs Yariv Mozer. Darin geht es um den Terror beim Nova Music Festival in Israel am 7. Oktober. Der Film läuft auf Hebräisch mit deutschen Untertiteln.
„Freundschaft, Liebe, Frieden und Freiheit – diese Ideale zogen junge Menschen aus der ganzen Welt zum Nova Musikfestival im Süden Israels. Doch als die Sonne am 7. Oktober aufging, zerbrach diese Welt“, heißt es zum Film. Es handelt sich um eine internationale Koproduktion zwischen den Vereinigten Staaten (Paramount+), dem Vereinigten Königreich (BBC) und Israel (Hot). Der Film gewann 2025 einen „News and Documentary Emmy Award“.
Um Anmeldung unter anmeldung@ganey-tikva-verein.de wird gebeten
