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150 aus 150Hennes Weisweiler führte den 1. FC Köln zum Double

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Trainer Hennes Weisweiler (1. FC Köln) mit Meisterschale und DFB Pokal

team manager Hennes Weisweiler 1 FC Cologne with Bowl champions and DFB Cup

Hennes Weisweiler mit Meisterschale und DFB-Pokal nach dem Gewinn des Doubles in der Saison 1977/78. (Archivfoto)

Weisweiler galt in den 1970er Jahren als einer der besten Fußballtrainer der Welt. Der FC benannte sein Maskottchen nach ihm.

Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 48. Teil der Serie geht es um den Fußballspieler und späteren Trainer Hennes Weisweiler.

Bedeutung

Hennes (eigentlich: Hans) Weisweiler war ein legendärer Fußballtrainer, der mit mehreren Mannschaften große Erfolge erzielte. 1928 begann er beim VfB Lechenich mit dem Fußballspielen. 1935 wechselte er zum Kölner BC 01, wo er 1937 Mitglied der Herren-Mannschaft wurde. 1940 trat er als Soldat seinen Dienst in einer Flak-Abteilung in München an. Er spielte bis Kriegsende beim FC Wacker München. 1945 kehrte er zurück nach Lechenich, wo er im Verein gleichzeitig als Trainer tätig war. Ab 1946 war er dann wieder beim Kölner BC 01, der 1948 mit der SpVgg Sülz 07 zum 1. FC Köln fusionierte.

Weisweiler, der als Spielertrainer agierte, beendete 1952 nach 62 Oberligaspielen seine aktive Fußballerzeit. Als Trainer war er danach weiter erfolgreich, unter anderem bei Borussia Mönchengladbach, FC Barcelona, New York Cosmos und Grasshopper Club Zürich. Weisweiler verkörperte unbedingten Siegeswillen und stellte hohe Anforderungen an die Spieler. Er setzte stets auf junge Talente, mit altgedienten Stars gab es immer wieder Reibereien.


Hennes Weisweiler

Geboren: 5. Dezember 1919 in Lechenich

Gestorben: 5. Juli 1983 in Aesch, Schweiz


Wirken in Köln

Weisweiler besuchte 1935 bis 1938 die Höhere Handelsschule in Köln und anschließend bis zum Abitur das Gymnasium Kreuzgasse. 1957 bis 1970 leitete er als Dozent an der Deutschen Sporthochschule 13 Trainerlehrgänge mit 255 Absolventen. 1955 bis 1958 und 1976 bis 1980 trainierte er die Mannschaft des 1. FC Köln und führte sie 1977/78 zur deutschen Meisterschaft sowie 1977 und 1978 zum DFB-Pokalsieg. Zwischen 1958 und 1964 war „de Boor“, so sein Spitzname aufgrund seiner Herkunft, Trainer beim SC Viktoria Köln.

Bemerkenswert

1959 veröffentlichte Weisweiler das Standardwerk „Der Fußball. Taktik, Training, Mannschaft“, das acht Auflagen erfuhr. Für Stollwerck verfasste er 1978 ein Buch für Kicker-Sammelbilder und machte TV-Werbung für deren Schokolade „Alpia“. Er war auch passionierter Skatspieler. Zur Trauerfeier im Kölner Dom kamen mehr als 20.000 Menschen, unter ihnen viele Sportprominente.

Spuren in der Stadt

Seit 1950 heißt das Maskottchen des 1. FC Köln nach Weisweiler „Hennes“. Derzeit ist „Hennes IX.“ im Dienst. 2018 erfolgte die Aufnahme von Weisweiler in die „Hall of Fame“ des 1. FC Köln.


Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.