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Joggen für Anfänger und Profis10 Lieblings-Laufstrecken in Köln

Lesezeit 6 Minuten
Peter Berger zeigt seine Laufstrecken, hier am Rheinufer, Höhe Bastei.

Peter Berger zeigt seine Laufstrecken, hier am Rheinufer, Höhe Bastei.

Unser Chefreporter Peter Berger ist passionierter Läufer und seine zehn Lieblings-Laufstrecken in Köln zusammengestellt – für Anfänger, Profis und Wiedereinsteiger.

Mit dem Frühling startet die Laufsaison. Also Laufschuhe herauskramen und loslegen! Wir stellen Ihnen hier eine Auswahl der schönsten Laufstrecken in Köln vor. Am Wasser: entlang des Rheins und über seine Brücken. Im Grünen: durch die Parks und den Stadtwald. Von der kleinen, nur drei Kilometer langen Strecke für Anfänger oder Wiedereinsteiger, bis zur 12-Kilometer-Runde im Kölner Süden.

Wenn es ums Laufen in Köln geht, gibt es wenige, die sich besser auskennen als Chefreporter Peter Berger. Er läuft regelmäßig seit 1997 und hat ausgerechnet, dass er seitdem ungefähr 55.000 Kilometer zurückgelegt hat, darunter fallen 38 Marathon- und 51 Halbmarathonläufe. 

Peter Berger

Peter Berger

Chefreporter des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Jahrgang 1959, Schwerpunkte NRW, Verkehrsinfrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrswende, Kohleausstieg und Energiewende. Seit 2001 beim KStA, zuvor ...

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Ein paar Tipps zum Start

Ein paar Tipps zum Start: Fangen Sie schön langsam an und laufen Sie immer so, dass Sie nicht außer Atem kommen, zwischendurch ruhig mal ein paar Schritte gehen. Und nicht zu dick anziehen. Wer beim Loslaufen ein wenig fröstelt, hat es richtig gemacht. Um Trainingsstand und Fortschritte festzuhalten, hilft ein Trainingstagebuch – heutzutage natürlich gerne auch digital –, weil man dann immer sofort sehen kann, wenn man zu lange gefaulenzt hat. Aber das darf und muss natürlich auch mal sein. Das Ganze soll schließlich Spaß machen.

Alles zum Thema Mülheimer Brücke

Hinweis: Umleitungen

Die Laufklassiker am Rhein sind auf längere Zeit durch mehrere Baustellen leider nur eingeschränkt zu nutzen. Außerdem sind die Wege bei Hochwasser mitunter überflutet.

Am Altstadtufer sind die Bauarbeiten zwischen der Deutzer Brücke und dem Schokoladenmuseum inzwischen zwar abgeschlossen, dafür gibt es jetzt ein paar Meter weiter eine neue Baustelle. Fußgänger, Radfahrer und Läufer im Rheingarten, zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke, müssen sich mit weniger Platz begnügen und Umleitungen in Kauf nehmen.

Auch die Mülheimer Brücke lädt wegen der Grundsanierung, die noch bis 2026 andauern wird, nicht gerade zum Überqueren ein. Der schmale Geh- und Radweg auf der Nordseite für beide Richtungen lässt sich zwar laufen, ist aber wahrlich kein Vergnügen. 

Die Niehler Hafenbrücke ist nach einer Schiffskollision auf unabsehbare Zeit gesperrt. Wer bis zu den Ford-Werken rauslaufen möchte, muss den unattraktiven Umweg durch den Hafen nehmen.

Rhein 1: Zwischen Südbrücke und Rodenkirchener Brücke, ca. 6,5 Kilometer

Wir starten linksrheinisch am Fuß der Südbrücke Richtung Rodenkirchen ungefähr 1500 Meter am Rhein entlang, überqueren die Rodenkirchener Brücke auf der Südseite, laufen rechtsrheinisch Richtung Norden durch die Poller Allee bis zur Südbrücke und dort wieder auf die linke Rheinseite. Ideal für Einsteiger, bis auf eine Straßenquerung komplett verkehrsfrei.

Boden: Asphalt // Beleuchtung: ausreichend 

Rhein 2: Auf drei Brücken, viermal über den Rhein, ca. 8 Kilometer

Los geht’s am Lentpark/Zoo auf die Südseite der Zoobrücke, von dort rechtsrheinisch durch den Rheinpark über den Rheinboulevard bis zur Deutzer Brücke, rüber auf die linke Rheinseite, vorbei am Heumarkt, runter zum Altstadtufer, nach 400 Metern links rauf zur Philharmonie, auf der Südseite der Hohenzollernbrücke vorbei am Köln-Triangle, links durch die Unterführung vor dem Deutzer Bahnhof, scharf links auf die Nordseite der Hohenzollernbrücke, die Treppe runter zum Rhein und von dort nach Norden zurück zum Zoo.

Boden: Asphalt // Beleuchtung: ausreichend 

Rhein 3: Im Norden Richtung Niehler Hafen, 10-13 Kilometer

Treffpunkt ist die Hohenzollernbrücke, von dort geht’s immer am Rheinufer entlang nach Norden, vorbei an der Bastei und Axa-Hochhaus bis zum Fuß der Niehler Hafenbrücke und wieder zurück. Komplett verkehrsfrei und ideal für ein Tempotraining zwischen 10 (Start und Zielpunkt Zoobrücke) und 13 Kilometer. 

Boden: Asphalt, zum Teil schmaler Grünstreifen // Beleuchtung: auf dem letzten Stück zur Hafenbrücke ohne Lampe nicht zu empfehlen 

Rhein 4: Schäl Sick mit Stammheimer Schlosspark, ca. 11 Kilometer

Los geht’s an der Claudius-Therme Richtung Norden, vorbei an den Industriebrachen, die mal schick werden sollen, unter der Mülheimer Brücke hindurch Richtung Stammheim mit einer 800-Meter-Runde durch den wunderschönen Stammheimer Schlosspark und dann wieder zurück.

Boden: Asphalt, im Schlosspark Waldweg // Beleuchtung: nicht durchgehend 

Rhein 5: Im Süden von der Alten Liebe nach Weiß, 12,4 Kilometer)

Das Traditionslokal „Alte Liebe“ auf dem Rhein ist unser Startpunkt, von dort geht’s immer den Rhein entlang Richtung Süden, vorbei an der Rodenkirchener Riviera, am Campingplatz Berger zum Weißer Bogen bis zur Fähre „Krokodil“, die von Weiß nach Zündorf schippert. Von dort geht’s wieder zurück oder alternativ auf der rechten Rheinseite bis zur Rodenkirchener Brücke.

Boden: Asphalt // Beleuchtung: nicht durchgehend

Decksteiner Weiher: Ein Klassiker, 10 Kilometer

Wir starten an der Jahnwiese Richtung Dürener Straße und folgen dem äußeren Weg entlang des Decksteiner Weihers, die Allee direkt am Wasser ist auch sehr schön, aber gerade an den Wochenenden voller Spaziergänger, am Ende des Weihers geht’s links Richtung Geißbockheim und auf der gegenüberliegenden Seite wieder zurück Richtung Rhein-Energie-Stadion mit einem kleinen Schlenker durch den Stadtwald. Die Laufrunde ist perfekt ausgeschildert und exakt 10 Kilometer lang, garniert mit ein paar kleinen und einer größeren Steigung Richtung Militärring. Pure Natur, allerdings müssen ein paar Straßen überquert werden.

Boden: Waldweg // Beleuchtung: nicht vorhanden

Stadtwald: Für Neulinge und Wiedereinsteiger, 3 Kilometer

Treffpunkt ist ein paar Meter vom kleinen Kreisverkehr an der Kitschburger Straße entfernt. Dort, wo samstags einer der schönsten Kölner Wochenmärkte einlädt. Von dort geht’s Richtung Stadion immer mit leichtem Linksdrall entlang des Hauptwegs, die Militärringstraße wird nicht überquert, die Kitschburger Straße am Lindenthaler Tierpark gekreuzt, rechter Hand liegt der Kahnweiher und von dort geht’s zurück, eine leichte Steigung ist drin. Dennoch für den Anfang mit hohem Erfolgserlebnis-Faktor.

Boden: Asphalt/teilweise unbefestigter Weg // Beleuchtung: nicht durchgehend

Aachener Weiher und Rautenstrauch-Kanal, 4,4 - 11 Kilometer

Wer am Biergarten am Aachener Weiher losläuft, kann sich schon beim Start auf die Rückkehr freuen. Es geht einmal um den Weiher und dann an der Kreuzung Universitätsstraße/Aachener Straße Richtung Westen zum Rautenstrauch-Kanal auf einer der schönsten Laufstrecken der Stadt bis zum Gürtel und zurück. Wer mag, kann die Strecke durch den Stadtwald immer geradeaus bis zur Jahnwiese am Stadion mit einer Runde um den Adenauerweiher verlängern und sich von dort auf den Rückweg machen (plus 6,6 Kilometer) und kommt so auf rund elf Kilometer.

Boden: größtenteils unbefestigter Weg // Beleuchtung: vorhanden

Forstbotanischer Garten: Zu jeder Jahreszeit, 4 Kilometer

Der Eintritt zum Park ist kostenlos, das Parken am Schillingsrotter Weg ebenfalls. Der Park ist im Januar und Februar von 9 bis 16 Uhr geöffnet, im März von 9 bis 18 Uhr. Von April bis August gehen die Öffnungszeiten von 9 bis 20 Uhr. Die Strecke ist flach, irgendwas blüht ab März immer, im Frühling zum Beispiel zahlreiche Magnolienarten, im Sommer Rosen und andere bunte Blumen. Wer bisher keine Lust zum Joggen verspürte, hier könnte es ihn packen.

Boden: unbefestigte Wege // Beleuchtung: nur teilweise vorhanden 

Rheinauhafen: Köln ganz schick, knapp 5 Kilometer

Los geht’s am Biergarten am Malakoff-Turm über die Drehbrücke zum Schokoladenmuseum zum Rhein, von dort Richtung Süden vorbei an den Kranhäusern und den alten Hafenspeichern bis zur Oberländer Werft, unter der Südbrücke hindurch, von dort zurück übers Oberländer Ufer und die Agrippinawerft bis zum Harry-Blum-Platz auf einem der schmalen Wege links oder rechts des Hafenbeckens zurück bis zum Ausgangspunkt. Ganz flach, ein wenig unangenehmes Kopfsteinpflaster. Und am Ende ein Biergarten-Kölsch. Verlängerbar im Süden bis nach Rodenkirchen (plus drei Kilometer).

Boden: Asphalt // Beleuchtung: vorhanden

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