Coq au vin und Tarte flambéeDie Brasserie l'Apéro bietet ein Stück Frankreich in Lindenthal

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Das Lokal l'Apéro an der Dürener Straße von Innen.

Köln-Lindenthal: Das l'Apéro präsentiert sich seinen Gästen als romantisch eingerichtetes Speiselokal.

Im l’Apéro an der Dürener Straße in Köln-Lindenthal gibt es täglich wechselnde Gerichte aus dem Elsass und ausgesuchte Weine mit Musik von Jacques Brel und Charles Aznavour.

Die Wege nach Frankreich sind von Köln besonders kurz, vor allem, wenn die Reise ins Elsass führen soll. Mit dem l'Apéro lädt ein gastronomischer Botschafter unserer europäischen Nachbarn zur kulinarischen Tour auf die Dürener Straße. Die den Verkehr auf der dicht frequentierten Bundesstraße reflektierenden Glasfassaden des Lokals lassen noch nicht das Ausmaß der Behaglichkeit erkennen, die sich dem einkehrenden Gast eröffnet.

Hohe mit schweren Kronleuchtern besetzte Decken, türkisfarbene, stuckverzierte Wände, an denen Porträts von Persönlichkeiten aus einer anderen Zeit ihren Blick durch das Haus streifen lassen und dabei dezent die Besucher an Holz- oder Marmortischen beim Genuss des Lebens beobachten. Diverse Weine und ein breites Spektrum an Speisen stehen für die 2008 gegründete Brasserie, die seit 2019 von Mheti Gojiri und seiner Frau geführt wird.

Das l'Apéro in Köln-Lindenthal bietet Gerichte für jeden Geschmack

Der Restaurantfachkaufmann setzt dabei vollkommen auf die spezielle Küche des Elsass. „Bei uns wird vor allem geköchelt. Es gibt hier gute Hausmannskost zu moderaten Preisen. Wir sind keine elitäre Einrichtung, die sich nur wenige leisten können“, berichtet der 40-Jährige. Klassischer Flammkuchen mit Speck und Crème fraiche oder die Variante mit Feigen und Ziegenkäse, Coq au vin sowie frisch zubereitete Fischgerichte mit reichlich Gemüse gehören zu den Favoriten, aber auch die opulente wechselnde Tagesplatte ist bei den Gästen beliebt.

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Brasserie l'apéro: Servicekraft Ines Jouini bewirtet die Gäste vorwiegend mit Wein anstatt Kölsch.

Mitarbeiterin Ines Jouini schenkt vorwiegend Wein aus, der gut zur elsässischen Küche im l’Apéro passt.

Der in Tunesien aufgewachsene Restaurant-Inhaber hatte ursprünglich andere berufliche Pläne, doch das BWL-Studium scheiterte an seiner Leidenschaft zur Nachtarbeit in Kölner Lokalen. „Mein Professor sagte mir irgendwann, dass das nichts würde. Ich sollte mich entscheiden: Studium oder Gastronomie. Da musste ich nicht lange überlegen“, so der 40-Jährige. Ob als Küchenhilfe oder Servicekraft, in seiner rund siebenjährigen „Lehrzeit“ habe er alle Stationen durchlaufen, um sein eigenes Unternehmen zu realisieren.

„Wir haben von Beginn an viel Wertschätzung erfahren, und als die Corona-Krise kam, wurden wir durch die Hilfsmaßnahmen des Staates aufgefangen. Aber auch unser Vermieter kam uns mit den Kosten sehr entgegen. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Dafür bin ich sehr dankbar“, erzählt Gorji.

Neben dem Essen und den Getränken achtet der Gastronom auch sonst auf ein stimmiges Gesamtbild. So sei auch das Mobiliar typisch für das Elsass. „Hier gehören Holz- und Marmortische hin. Das ist bei uns so. Wir sitzen hier quasi auf der Gemütlichkeit“, betont der Wirt, der das Ambiente mit Chansons französischer Großmeister wie Jacques Brel oder Charles Aznavour musikalisch ergänzt – ganz nach dem Motto: La vie est belle!


Auszug aus dem Angebot des L’Apéro in Köln-Lindenthal

Ein Croissant mit hausgemachter Marmelade gibt es für 3,50 Euro, Tarte flambée kostet 9,50 Euro, die täglich wechselnde „Plat du Jour“ ist für 13,50 Euro zu haben, Coq au vin für 18,50 Euro. Brasserie l'Apéro, Dürener Straße 239, geöffnet Montag bis Samstag von 12 bis 15 Uhr und 18 bis 23 Uhr, Sonntag von 18 bis 23 Uhr.

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