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Schutz für Vögel in OsterathAmprion bringt spezielle Marker an neuen Stromleitungen an

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Helikopterarbeiten an Stromleitung

Vögel sollen die dünnen Blitzschutzseile zwischen den Masten mit Hilfe der schwarz-weißen Lamellen besser sehen können. Die Markierungen sollen das Kollisionsrisiko vermindern.

Millionen Vögel sterben an Stromleitungen. In Meerbusch sollen nun spezielle Marker an einer neuen Trasse Abhilfe schaffen.

In Meerbusch-Osterath hat der Netzbetreiber Amprion eine neu errichtete Stromtrasse mit Markierungen ausgestattet, welche dem Schutz von Vögeln vor Zusammenstößen dienen. Die als Vogelschutzfahnen bezeichneten Elemente mit schwarzen und weißen Lamellen wurden per Helikopter an einem Blitzschutzseil angebracht, das auch für die Datenübertragung genutzt wird.

„Die schwarz-weißen Marker werden von Vögeln frühzeitig erkannt“, führte eine Sprecherin von Amprion aus. Das Risiko einer Kollision sinke dadurch je nach Vogelart um bis zu 90 Prozent.

Stromtrasse für Windenergie aus dem Norden

Die Leitungstrasse verläuft entlang dreier neuer Masten und stellt die Verbindung zwischen einem Umspannwerk und einer neuen Konverterstation her, einer Anlage zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom. Durch den Konverter werden die neuen Gleichstromleitungen A-Nord und Ultranet verbunden, welche unter anderem Windstrom von der Nordsee nach Nordrhein-Westfalen sowie Baden-Württemberg befördern sollen.

In der Konverterstation erfolgt die Nutzbarmachung des Gleichstroms für die Netze in NRW. Ultranet soll planmäßig noch 2026 den Betrieb aufnehmen, A-Nord wird für 2027 erwartet.

Helikopterarbeiten an Stromleitung

Für Arbeiten in großer Höhe kommt ein Hubschrauber zum Einsatz.

Naturschützer warnen vor dünnen Seilen

Nach Einschätzung von Naturschutzverbänden wird das Kollisionsrisiko hauptsächlich dadurch verursacht, dass Vögel die Seile nicht oder erst zu spät erkennen. „Das ist insbesondere bei den dünnen, meist von Mastspitze zu Mastspitze geführten Blitzschutz- oder Erdseilen der Fall“, teilt das Dialogforum Energiewende und Naturschutz mit, das von den baden-württembergischen Landesverbänden der Organisationen BUND und Nabu getragen wird.

„Selbst wenn die Vögel die dickeren Leiterseile noch erkennen, weichen sie meist nach oben aus und kollidieren dann mit dem Blitzschutzseil.“ Die Verbände gehen davon aus, dass in Deutschland jährlich zwischen 1,5 und 2,8 Millionen Vögel allein durch Kollisionen mit Freileitungen ums Leben kommen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.