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Airbnb und Co. Zahl der Touristen-Wohnungen in Köln hat sich verzehnfacht

Airbnb

Angebote in Köln

Köln – Die Zahl der an Touristen vermieteten Wohnungen in Köln hat deutlich zugenommen. Einer Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Köln zufolge, die das Amt für Wohnungswesen in Auftrag gegeben hat, haben sich solche sogenannten Kurzzeitvermietungsangebote wie etwa über die Online-Plattform Airbnb seit Mitte 2015 mehr als verzehnfacht. Aktuell werden laut der Studie rund 6200 Wohnungen in der Stadt auf diese Art vermietet – und stehen deshalb dem regulären Wohnungsmarkt nicht zur Verfügung. In manchen Veedeln verschärft diese Situation die Lage derart, dass die Mieten herkömmlicher Wohnungen überdurchschnittlich steigen, bilanziert die Expertise.

Ein Vermieter bietet 117 Wohnungen in Köln an

Die Mehrzahl der Gastgeber, die auf Plattformen des unumstrittenen Markführers Airbnb oder Portalen wie Booking.com oder Homeaway vertreten sind, vermieten tatsächlich zeitweise ihr eigenes Heim, heißt es in der Studie. Daneben gebe es jedoch immer öfter Hinweise, „dass hier keine Privatleute ihre Unterkunft zeitweise mit anderen teilen, sondern dass diese Anbieter ein Geschäftsmodell verfolgen“ – heißt: Die Kurzzeitvermieter professionalisieren sich. Elf Prozent der Anbieter stellen rund 30 Prozent der offerierten Wohnungen, viele hätten vier oder mehr Apartments im Angebot.

Alles zum Thema Universität zu Köln

Auf Airbnb hat das Uni-Institut einen Vermieter gefunden, der dort 117 Unterkünfte inseriert hatte, ein anderer 91. Von den zurzeit 6192 Touristenwohnungen seien 2540 „als professionell einzustufen“, heißt es. Mit 78 Prozent sind die allermeisten angebotenen Unterkünfte Einzimmerapartments. 17 Prozent haben zwei oder drei Zimmer, fünf Prozent vier oder mehr.

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Im Vergleich zum gesamten Kölner Mietmarkt sei der Anteil der Touristenwohnungen mit insgesamt 1,1 Prozent – davon 0,35 Prozent professionell – zwar „verschwindend gering“. Jedoch konzentrieren sich die Angebote auf einige zentrale Bereiche der Stadt – und haben dort der Studie zufolge direkten Einfluss auf die allgemeine Mietsituation. Allein in der Alt- und Neustadt werden rund 2500 Kurzzeitvermietungsangebote gezählt, auch Ehrenfeld sei mit etwa 600 ein „Hotspot“. In der Neustadt-Süd zum Beispiel habe es im vierten Quartal 2019 dreimal so viele professionelle Angebote für Touristenwohnungen wie herkömmliche Mietinserate gegeben. „In Stadtteilen mit hohen Konzentrationen wird das Angebot des zur Verfügung stehenden Wohnraums durch die Kurzzeitvermietung verknappt. Gleichzeitig erhöhen Gastgeber, die Wohnungen für die professionelle Kurzzeitvermietung anmieten, die Nachfrage nach Wohnraum“, konstatiert die Studie. Deshalb seien in den betroffenen Stadtteilen die Durchschnittsmieten überdurchschnittlich gestiegen.