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Bundesweiter Warnstreik am MontagBahnen und Busse der KVB bleiben in den Depots

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ARCHIV - 14.02.2023, Nordrhein-Westfalen, Köln: Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot. (zu dpa: «Im NRW-Nahverkehr drohen Warnstreiks») Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

 Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot an der Scheidtweiler Straße. Am Montag stehen die Bahnen kommunalen Verkehrsbetriebe bundesweit still. Foto: dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat das Personal zum Warnstreik aufgerufen. Es geht vor allem um bessere Arbeitsbedingungen. Regionalzüge und S-Bahnen sind nicht betroffen. 

Bahnen und Busse der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) werden am kommenden Montag wegen eines bundesweiten Warnstreiks nicht fahren. Die Gewerkschaft Verdi hat alle Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe aufgerufen, mit Beginn der Frühschicht um drei Uhr die Arbeit niederzulegen.

In NRW geht es laut Verdi dabei nicht um höhere Löhne, sondern um bessere Arbeitsbedingungen wie mehr Ruhezeiten und weniger geteilte Schichten. Auch die Wochenarbeitszeit von derzeit 39 Stunden soll verkürzt werden. Die Regionalzüge und S-Bahnen sind von dem Ausstand nicht betroffen.

Bessere Arbeitsbedingungen gefordert

In Köln werden auch einige Buslinien fahren, die von Subunternehmen organisiert werden. Diese Fahrten sollen so schnell wie möglich in der elektronischen Fahrplanauskunft angezeigt und als Fahrplan-Tabelle auf der KVB-Website veröffentlicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zu den kommunalen Verkehrsbetrieben, um die es in den Verhandlungen geht, gehören nahezu alle großen Städte in NRW von Köln, Düsseldorf und Duisburg über Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund bis nach Bielefeld. Bei der SWB in Bonn bleiben Busse und Bahnen ebenfalls weitgehend im Depot. In Teilen werde der Busverkehr durch Subunternehmen aufrechterhalten werden, hieß es. In Leverkusen wird die Wupsi bestreikt, zwei Drittel der Fahrten sollen aber laut dem Verkehrsunternehmen dennoch stattfinden. Die Aachener Verkehrsbetriebe sind eine der wenigen Ausnahmen in NRW, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen.

Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, die zweite Verhandlungsrunde der Tarifgespräche ist für den 2. und 3. März geplant. Auch in anderen Bundesländern soll der Nahverkehr weitgehend zum Stillstand kommen. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass bundesweit knapp 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben die Arbeit niederlegen werden. In NRW werden sich laut Verdi rund 30.000 Beschäftigte in 30 Verkehrsbetrieben an dem Warnstreik beteiligen.

Ohne spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen könne weder der Personalmangel überwunden noch der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden, sagte Heinz Rech, Verhandlungsführer von Verdi in NRW. „Die Ergebnisse der Arbeitszeitbefragung sind eindeutig: Die wöchentliche Arbeitszeit im Nahverkehr muss kürzer werden. Überstunden, Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit sowie geteilte Dienste belasten insbesondere den Fahrdienst massiv.“

Anfang März wird wieder verhandelt

Die erste Verhandlungsrunde im Januar war ohne Angebot der Arbeitgeber beendet worden. Die zweite ist für den 2. und 3. März geplant. Ob es bis dahin weitere Arbeitsniederlegungen geben wird, ließ die Gewerkschaft offen.

Die Arbeitgeber werfen Verdi unrealistische Forderungen vor. Die Gewerkschaft ignoriere die schlechte Finanzlage der kommunalen Nahverkehrsunternehmen. Käme man den Forderungen nach, müsste voraussichtlich an vielen Stellen verstärkt etwa über die Einstellung von Linien, über längere Takte und über die Vergabe von Beförderungsleistungen an das private Busgewerbe nachgedacht werden, so der Kommunale Arbeitgeberverband NRW. (mit dpa)