Auf Feldern und Wiesen am Ortsrand von Köln-Worringen soll ein neues Wohnquartier entstehen. Mit Kita und nachhaltiger Energieversorgung.
Planungskonzept vorgestelltIn Worringen sollen 180 neue Wohneinheiten auf Ackerfläche entstehen

Noch erstreckt sich um die Brombeergasse herum ein ländliches Idyll – mit dem Bau von 180 Wohneinheiten wird sich das Gesicht des Areals deutlich ändern.
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Innerhalb Kölns ist der Bezirk Chorweiler eine Wachstumsregion: In vielen Stadtteilen des Kölner Nordens sind neue Wohnquartiere in Planung, bereits im Bau, wie an der südlichen Baptiststraße in Roggendorf/Thenhofen, oder auch schon abgeschlossen, so etwa am Damiansweg in Weiler/Volkhoven. Auch ein Areal um die Brombeergasse am südlichen Worringer Ortsrand ist seit einigen Jahren für die Schaffung von Wohnraum vorgesehen.
Bereits 2021 hatte der Stadtentwicklungsausschuss den Beschluss gefasst, einen Bebauungsplan mit dem Ziel einer Wohnbebauung für das Gebiet zwischen Senfweg, Schmaler Wall und Auf der Füllenweide aufstellen zu lassen. Seitdem war es jedoch relativ ruhig um das Vorhaben geblieben, was an einem Fallstrick des Planungsrechts lag: Um eine Bauleitplanung aufstellen zu können, musste zuerst der Regionalplan Köln vorliegen – da dieser erst 2025 in Kraft trat, war das B-Plan-Verfahren erst 2024 angestoßen worden.
Brombeergasse: 180 Wohneinheiten auf Ackerfläche geplant
Nun wurde der Bezirksvertretung Chorweiler in ihrer Sitzung vor der Sommerpause in einer Beschlussvorlage das städtebauliche Planungskonzept für die Brombeergasse vorgelegt. Nach diesem sollen auf dem derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Areal auf einer Fläche von 4,5 Hektar gut 180 Wohneinheiten entstehen, außerdem eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen. Im zentralen Bereich des Plangebiets ist eine Mischung aus Reihenhäusern und dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern vorgesehen, wobei jeweils drei Reihenhausgruppen mit einem Mehrfamilienhaus um einen gemeinsamen Hof gruppiert werden sollen.
So sollen drei Höfe mit 49 Reihenhäusern und drei Geschosswohnbauten mit 36 Wohnungen entstehen. Südlich der Straße Schmaler Wall sind weitere vier Geschossbauten mit 56 Wohnungen vorgesehen, östlich des Senfwegs eine weitere Kombination aus Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Erschlossen werden soll das Quartier primär über die Neusser Landstraße – ein weiteres Mehrfamilienhaus im Eingangsbereich soll mit vier Vollgeschossen über die übrigen hinausragen, um als Entrée für das Quartier zu dienen.
Neben der Kita ist auch eine zentral gelegene Spielfläche von 1000 Quadratmetern eingeplant. Nach dem kooperativen Baulandmodell sollen mindestens 30 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert werden. Zur Versorgung soll das Wohngebiet mit einer Grundlast-Wärmepumpe, einer PV-Anlage sowie gemeinsamen Nahwärme-, Strom- und Wassernetzen ausgestattet werden. Dieses System soll ökologisch und ökonomisch vorteilhafter sein, als jedes Haus einzeln zu versorgen.
Ein Nachteil des Plangebiets liegt darin, dass es in einer Hochwassergefahrenzone liegt und etwa durch ein extremes Rheinhochwasser gefährdet werden könnte. Das gesamte Areal soll daher vor dem Bau um etwa einen halben bis einen Meter aufgeschüttet werden – auf Keller und Tiefgaragen wird verzichtet.
