Seit 2003 organisieren deutsche Hochschulen dezentral das „Festival contre le Racisme“ – Kölner Variante läuft seit Montag mit abschließender Demonstration am Freitag.
Demo, Diskussionen, Live-MusikUni Köln setzt mit „Festival contre le Racisme“ Zeichen gegen Rassismus
Das Festival contre le Racisme läuft seit Montag an der Universität zu Köln und bietet ein vielfältiges Programm. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) setzt dabei den Schwerpunkt auf Antirassismus, Antikolonialismus, Antiimperialismus und Feminismus – mit Vorträgen, Diskussionen und kulturellen Veranstaltungen über mehrere Tage.
Seit drei Jahrzehnten gegen Rassismus
Das Festival hat internationale Wurzeln: 1995 führte der französische Studierendenverband UNEF das Festival contre le Racisme erstmals durch, um gegen Rassismus und Xenophobie zu kämpfen.
In Deutschland begann der freie Zusammenschluss von Student:innenschaften (fzs) 2003 zum ersten Mal, ein dezentrales Festival zu organisieren – bestehend aus vielen Veranstaltungen an verschiedenen Hochschulorten.
Seit 2005 wird das Festival zusammen mit dem Bundesverband ausländischer Studierender (BAS) veranstaltet und hat sich deutschlandweit zu einer etablierten Plattform für politische Bildung entwickelt.
Dialog statt Polarisierung an der Uni Köln
Jedes Jahr findet das Festival auch an der Kölner Universität statt. Am Montag war zum Beispiel Zeynep Karaosman von „Palestinians and Jews for Peace“ zu Gast und sprach vor Studierenden. Die Initiative bringt palästinensische, israelische und internationale Aktivistinnen und Aktivisten zusammen, die sich gemeinsam für Frieden einsetzen.
Karaosman plädierte in ihrem Vortrag dafür, dass Menschen in Deutschland zusammenhalten und gemeinsam gegen Rassismus und Antisemitismus kämpfen – statt sich weiter zu polarisieren. Dabei betonte sie die Bedeutung von Dialog und gegenseitigem Zuhören, besonders an Universitäten als Ort des Austauschs.
Demonstration auf den Uniwiesen
Höhepunkt des Festivals ist eine antirassistische Demonstration am Donnerstag um 16 Uhr auf den Uniwiesen. Unter dem Motto „Nieder mit Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus – an der Uni und überall!“ erwarten die Organisatoren neben politischen Redebeiträgen auch Infostände, Livemusik, Siebdruck und Mitmachangebote. Die Demo bietet somit Raum für politische Äußerungen und kulturelle Beiträge gleichermaßen.
Das Festival contre le Racisme läuft noch bis Freitag und lädt alle Studierenden dazu ein, sich zu beteiligen. Seit 2004 findet die Veranstaltung jährlich statt und bietet einen wichtigen Raum für politische Diskussionen und Solidarität an der Universität zu Köln.
