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Anwohner erleichtertSchlafstätte von Obdachlosen an der Keupstraße wird abgerissen

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Auf dem Industriegelände hatte sich die Drogenszene angesiedelt. Geplant ist hier seit vielen Jahren ein Mahnmal für die Opfer des Nagelbombenattentats 2004.

Auf dem Industriegelände hatte sich die Drogenszene angesiedelt. Geplant ist hier seit vielen Jahren ein Mahnmal für die Opfer des Nagelbombenattentats 2004. 

Dort, wo in Mülheim ein Mahnmal für die Opfer des Nagelbombenattentats entstehen soll, war ein Schandmal entstanden. Nach einem KStA-Bericht gibt es nun eine neue Entwicklung.

Vor einer Woche hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ darüber berichtet, dass Obdachlose und Drogenkonsumenten sich auf der Industriebrache an der Keupstraße, Ecke Schanzenstraße niedergelassen haben – genau dort, wo schon lange ein Mahnmal für die Opfer des Nagelbombenattentats in der Keupstraße geplant ist.

Am Donnerstagmorgen rückten auf dem Gelände Bagger an – die Abbrucharbeiten für die leerstehenden Gebäude, in denen Sozialarbeitern und Geschäftsleuten zufolge zuletzt 15 bis 20 Menschen genächtigt hatten, haben begonnen. Noch am Mittwoch hatten Vertreter der IG Keupstraße mit Oberbürgermeister Torsten Burmester telefoniert. Eine Einigung mit dem Eigentümer des Geländes hatte sich bereits vergangene Woche angedeutet. „Wir sind sehr erleichtert, dass jetzt nach öffentlichem Druck schnell gehandelt wurde“, sagte Bünjamin Köksoy, Vorsitzender der IG Keupstraße, am Donnerstagvormittag. „Wir hoffen sehr, dass jetzt Ruhe einkehrt und die Stadt mit uns zusammen auch mit den Planungen für das Mahnmal schnell vorantreibt.“

Das Gelände gehört dem Immobilienentwickler Gentes, der dort Wohnungen und Gewerbe bauen möchte. In den vergangenen Jahren war indes nichts geschehen. 

Eine ausführliche Berichterstattung folgt.