Verkehr nicht beeinträchtigtWenige Teilnehmende bei Demos in Köln

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Ein großes Aufgebot der Polizei auf dem Heumarkt.

Viel Polizei, sonst nichts. Auf einer Seite des Heumarktes wollte sich am Samstagvormittag eigentlich eine große rechte Demonstration versammeln.

Für Samstag wurden in der Kölner Innenstadt mehrere Demonstrationen angemeldet. Zu den angekündigten Verkehrsproblemen kam es jedoch nicht.

In Köln hätte es am Samstag (11. März) zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen können: Mehrere Demonstrationen und Kundgebungen wurden angemeldet. Eine wurde am Mittag kurzfristig abgesagt. Eine Zweite sollte am Nachmittag durch die Innenstadt ziehen.

Rechtsextremisten sagen Demo kurzfristig ab

Eine Gruppe namens „Deutsche Patrioten“ wollte sich um 11 Uhr auf dem Heumarkt versammeln. 1000 Teilnehmende waren dafür bei der Polizei Köln angemeldet worden. Sie wollten laut eigener Aussage für den Frieden demonstrieren. Der Verfassungsschutz ging derweil von einer rechtsextremistisch geprägten Versammlung aus, unter anderem wegen einschlägiger Inhalte in den Social-Media-Kanälen der Gruppe.

Die „Deutschen Patrioten“ wollten über folgende Route durch das Neumarkt-Viertel laufen: Augustinerstraße – Pipinstraße – Cäcilienstraße – Neumarkt – Richmodstraße – Auf dem Berlich – Burgmauer – Komödienstraße – Trankgasse – Am Domhof – Kurt-Hackenberg-Platz – Am Hof – Bechergasse – Alter Markt – Unter Käster – Heumarkt.

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Der Aufzug sollte nach Angaben der Polizei um 14.30 Uhr sein Ende auf dem Heumarkt finden. Er wurde jedoch mangels an Teilnehmenden kurz vor Beginn abgesagt. Von 11 bis 13 Uhr fand stattdessen ein antifaschistischer Gegenprotest am Reiterdenkmal auf dem Heumarkt statt.

Größere Iran-Demo will wieder durch Köln ziehen

Ein weiterer Aufzug sollte am Nachmittag Am Domhof starten. Unter dem Titel „Iraner für Demokratie und gegen die Diktatur der islamischen Republik“ hatte eine Privatperson Versammlung mit 2000 Teilnehmenden bei der Polizei angemeldet. Eine Demonstration zur Unterstützung von politischen Gefangenen im Iran fand bereits am vergangenen Samstag (4.3.) in Köln statt.

Um 14 Uhr wollten sich die Demonstrierenden Am Domhof treffen und über diese Route durch das Gereons- und Andreas-Viertel laufen: Trankgasse – Komödienstraße – Zeughausstraße – Magnusstraße – Hohenzollernring – Christophstraße – Gereonstraße – Unter Sachsenhausen – An den Dominikanern – Marzellenstraße – Trankgasse – Am Domhof. Um 18 Uhr sollte der Aufzug Am Domhof beendet werden.

Polizei Köln lagen keine Absagen vor

So war zumindest der Plan. Eine Versammlung dieser Größenordnung fand am Samstagnachmittag allerdings nicht statt. Lediglich am Roncalliplatz, vor dem Römisch-Germanischen Museum, versammelten sich etwa 20 Menschen für eine Kundgebung zum Thema „Protest gegen die iranische Politik“.

Die Kundgebung vor dem Römisch-Germanischen Museum am Dom.

Eine Kundgebung mit dem Motto 'Protest gegen die iranische Politik' am Roncalliplatz, fand am Samstag vor dem Römisch-Germanischen Museum statt. Parallel sollte eigentlich auch ein großer Aufzug zu einem ähnlichen Thema stattfinden.

Eine weitere Veranstaltung, die laut Polizei Köln um 14.30 Uhr auf dem Breslauer Platz mit 80 bis 100 Teilnehmenden stattfinden sollte, blieb ebenfalls unbeantwortet. Abmeldungen lagen am Samstag nicht vor, heißt es von der Polizei auf Nachfrage vom „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Am Freitag (10.3.) teilte die Polizei mit, dass am Samstag im Zeitraum der Demonstration mit kurzzeitigen Straßensperren zu rechnen sei. Dazu kam es schlussendlich jedoch nicht.

Anm. d. Red.: In einer ersten Version dieses Artikels haben wir Verkehrsprobleme angekündigt. Aufgrund der Entwicklungen am Samstag haben wir den Text entsprechend aktualisiert.

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