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Zu schön, um wahr zu seinKölner Karnevalisten bauen Seilbahn – Brauerei verlegt Kölsch-Leitung

5 min
Die Grundsteinlegung für Kölns neue Seilbahn fand am 1. April 2026 statt.

Die Grundsteinlegung für Kölns neue Seilbahn fand am 1. April 2026 statt.

Der Beginn des Aprils markiert alljährlich die Ankündigung wundersamster Geschichten...

Liebe Leserinnen und Leser, wir sind uns bewusst, dass Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Journalismus gerade in Zeiten von „alternativen Fakten“ oder „Fake-News“ einen höheren Stellenwert denn je haben. Heute jedoch wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, welche „Nachrichten“ der Lokalredaktion am ersten Tag des neuen Monats zugesandt wurden – in der Hoffnung, dass diese unkritisch und ungeprüft verbreitet werden. So mancher Aprilscherz ist einfach zu schön, um wahr zu sein.


Kein Witz: Der Name „Rheinpendel“ geistert schon seit 2019 durch die Stadt. Für eine Seilbahn zwischen Zoo/Rheinpark, Messe, Breslauer Platz und Deutzer Hafen liegt auch eine Machbarkeitsstudie vor, doch das Projekt steht aufgrund hoher Kosten und leerer Stadtkasse nicht mehr ganz oben auf der Liste im Rathaus. Daher haben nun vier Traditionskorps im Kölner Karneval das Vorhaben in die Hand genommen: Aus dem Rheinpendel wird die „Kölsche Traditions-Seilbahn“. Sie sei mehr als ein infrastrukturelles Projekt, teilt Boris Müller, Vizepräsident der Roten Funken mit. Gemeinsam mit Blauen Funken, Prinzen-Garde und Ehrengarde markiere die Seilbahn eine Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart.

Kölner Karnevalisten bauen Seilbahn durch Köln

Da die Jecken sämtliche Kosten in Höhe von 111 Millionen Euro tragen, haben sie eine eigene Strecke geplant: Diese soll zentrale Orte des kölschen Brauchtums miteinander vernetzen – darunter die Ulrepforte, die Standorte der Prinzen-Garde und der Blauen Funken entlang der ehemaligen Stadtmauer sowie die Hahnentorburg. Für Mitglieder der vier Traditionskorps sowie für deren Familien ist eine kostenfreie Nutzung vorgesehen.

„Die kölschen Traditionskorps stehen seit jeher für Verlässlichkeit, Zusammenhalt und Identität. Mit diesem Projekt zeigen wir, dass Tradition nicht Stillstand bedeutet, sondern die Grundlage für neue Wege sein kann“, sagt Rote-Funken-Präsident Dirk Wissmann. Auch OB Torsten Burmester (SPD), der bei den Funken „Packan“ genannt wird, lobt die Initiative: „Köln lebt von seiner einzigartigen Verbindung aus Geschichte, Brauchtum und Innovationskraft. Wenn es gelingt, diese Elemente in einem Projekt zusammenzuführen, entsteht etwas, das weit über die Stadt hinausstrahlen kann. Ich packe mit an!“

Um den Worten sofort Taten folgen zu lassen, fand die Grundsteinlegung zur kölschen Seilbahn bereits am 1. April, punktgenau um 18.23 Uhr, an der Ulrepforte statt. Alaaf!


Lichter Kulinarik-Coach der Feuerwehr

Die Kölner Feuerwehr bekommt prominente Verstärkung – allerdings nicht in Uniform und am Schlauch, sondern in der Küche und mit Gastro-Expertise. Fernsehkoch und TV-Trödel-Experte Horst Lichter („Bares für Rares“) soll im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts die sogenannte „Abrollcontainer-Versorgung“ der Feuerwehrleute optimieren. „Wenn wir ausrücken, zählt nicht nur der Löschangriff, auch die Verpflegung unserer Einsatzkräfte“, heißt es auf der Instagram-Seite der Feuerwehr. Einsätze dauerten lang und seien anstrengend, alle Feuerwehrmänner und -frauen müssten auch immer mal wieder etwas essen, um bei Kräften zu bleiben.

Horst Lichter mit seinen neuen Kolleginnen und Kollegen der Kölner Berufsfeuerwehr

Horst Lichter mit seinen neuen Kolleginnen und Kollegen der Kölner Berufsfeuerwehr

Eine Aufgabe, wie gemacht für Horst Lichter. In Wachsjacke und mit Hut auf dem Kopf erzählt er, was ihm in der Einsatzküche wichtig ist: Top-Gerichte, zubereitet von Christoph Caris, die ansprechende Garnierung der Gerichte – schließlich esse auch das Auge mit – ein schön gedeckter Tisch mit weißer Tischwäsche und Kerzenleuchter. Dann muss Lichter auch schon los, der nächste Einsatz wartet – und damit die nächsten hungrigen Feuerwehrleute.


Kölsch mit ganz viel Stil

Bier hat in den vergangenen Jahren einen Imagewandel vollzogen. Immer mehr Menschen genießen stilvoll, Bier-Sommeliers empfehlen in Restaurants die passende Hopfenkaltschale zum jeweiligen Gang. Die Gaffel-Brauerei zeigt jetzt auch optisch, wie viel Stil in einem Kölsch stecken kann. Statt in der 0,2-Stange wird das Obergärige in einem schlanken Glas mit langem Stiel elegant serviert. Anlässe können exklusive Tastings, festliche Empfänge oder der Moment sein, in dem der Kölsch-Liebhaber seinem Getränk einfach ein bisschen Aufmerksamkeit schenken möchte, heißt es aus der Brauerei.

Gaffel präsentiert zum 1. April ein neues Kölsch-Glas.

Gaffel präsentiert zum 1. April ein neues Kölsch-Glas.

Dass auf dem Glas ein abgewandeltes Kölner Stadtwappen abgebildet ist, sei ein klares Bekenntnis zur Herkunft und ein unmissverständliches Zeichen: In dieser Stadt ist Kölsch zu Hause.


Bier-Leitungen am Dom

Wie sehr Kölsch zu Köln gehört, unterstreicht das neueste Projekt von der Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG: Köln wird nicht mit Glasfaser vernetzt, sondern mit einer Früh-Leitung. Auf Wunsch wird ein Zugang direkt bis in die Küche gelegt: Einfach Hahn aufdrehen – und Prost! Bezahlt wird ebenso unkompliziert: Der Zählerstand wird einfach per App übermittelt.

Früh verlegt am 1. April am Dom Kölsch-Leitungen

Früh verlegt am 1. April am Dom Kölsch-Leitungen

Die ersten Leitungen wurden jetzt am Dom verlegt. Auf die Frage in den sozialen Netzwerken, welche Orte demnächst angeschlossen werden sollen, schossen allerdings so manche Wünsche ins Kraut. Die Bitte eines Users, eine Leitung nach Südschweden zu verlegen, stellte ein anderer aufgrund der Entfernung als unrealistisch dar: „Da kommt dann nur noch Altbier an.“

Das Kölsch soll aus einer eigenen Leitung direkt in der Küche zapfbar sein.

Das Kölsch soll aus einer eigenen Leitung direkt in der Küche zapfbar sein.


Wundermittel „Mühlotrans“

Für Kölsch-Fans, die weder Anschluss an die Früh-Leitung haben, noch ein Brauhaus in der Nähe haben und sich akut unterhopft fühlen, hat Mühlen nun eine Lösung entwickelt: „Mühlotrans“ heißt das Wundermittel. Dabei handelt es sich um eine spezielle Wasser-Gerstenmalz-Formel zur oralen Anwendung.

Mühlotrans soll ein Pulver sein, mit dem ein Kölsch hergestellt werden kann.

Mühlotrans soll ein Pulver sein, mit dem ein Kölsch hergestellt werden kann.

Die Macher versprechen, direktes Brauhaus-Feeling, wenn man einen Beutel in 0,2l Wasser einrührt und zu sich nimmt. Sowohl die Trockenheit im Hals als auch der Mangel an kölschen Lebensgefühlen sei im Nu verflogen. Aber Vorsicht: Zu Risiken und Nebenwirkungen sollten Sie den Köbes oder Zappes Ihres Vertrauens befragen.


Er ist einer der beliebtesten Geistlichen Kölns. Monsignore Robert Kleine weiß spätestens jetzt, was so eine Popularität mit sich bringt: Seit dem 1. April gibt es Kölns Dom- und Stadtdechant als Playmobil-Figur. Gemeinsam mit der Playmobil-Zentrale in Zirndorf habe man in den vergangenen Monaten an der detailgetreuen Nachbildung gearbeitet, heißt es aus dem Stadtdekanat. Von der markanten Kleidung bis hin zu den kleinen Accessoires wurde den Angaben zufolge jedes Element mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Haben Sie ihn erkannt? Stadtdechant Robert Kleine gibt es jetzt als Playmobil-Figur

Haben Sie ihn erkannt? Stadtdechant Robert Kleine gibt es jetzt als Playmobil-Figur

„Egal, ob zum aktiven Nachspielen von Messen oder als besonderes Ausstellungsstück auf dem Schreibtisch – die Figur ist ein ideales Geschenk für Jung und Alt. Sie verbindet Generationen und schlägt eine Brücke zwischen spielerischer Kreativität und tiefer Verbundenheit zu unserer Stadt“, heißt es in der Mitteilung. Die limitierte Figur des Dom- und Stadtdechanten sei im Onlineshop des Stadtdekanats sowie in der siebten Etage des Kölner Doms erhältlich. Sollten sie das Stockwerk nicht auf Anhieb finden – einfach am Kathedralen-Eingang bei den Rolltreppen fragen ...