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Rund 86 Millionen EuroLand NRW finanziert Modernisierung der Deutschen Sporthochschule Köln

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Marion Steffen, Ansgar Thiel, Hendrik Wüst und Ina Brandes stehen vor einem Sportplatz der Sporthochschule.

Marion Steffen und Ansgar Thiel von der Deutschen Sporthochschule sowie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Ministerin Ina Brandes (von links) bei der Übergabe der Finanzierungszusage

Aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur bekommt die DSHS über 86 Millionen Euro. Gebäude sollen modernisiert und erweitert werden.

Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) bekommt über 86 Millionen Euro aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur, dem größten Investitionsprogramm in der Geschichte des Landes. Am Dienstag haben Ministerpräsident Hendrik Wüst sowie Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes die Finanzierungszusage auf dem Campus in Müngersdorf an Universitätsrektor Ansgar Thiel und Kanzlerin Marion Steffen überreicht. Danach ließen sich Wüst und Brandes bei einem Rundgang über Forschungsprojekte informieren.

Unter anderem werden mit dem Geld die Nordhallen, die als Lehrstätten für die Rückschlag- und Ballsportarten sowie das Geräte- und Bodenturnen genutzt werden, modernisiert und erweitert. Die geschieht nach Maßgabe einer komplett klimaneutralen Energieversorgung. Ende 2033 sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Außerdem sind die Mittel dafür vorgesehen, das Schwimmzentrum und die weltweit größte sportwissenschaftliche Spezialbibliothek bis 2028 energieeffizienter auszustatten. Durch die energetische Sanierung aller drei Gebäude könnten jährlich rund 670 Tonnen Kohlendioxid und 250.000 Euro an Energiekosten eingespart werden, sagte Brandes.

Deutschlands einzige und Europas größte Sportuniversität

Die Investitionen des Landes in die Hochschule seien ein „wichtiges Signal für den Sport im Allgemeinen und die Sportwissenschaft im Besonderen“, sagte Thiel. „Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass wir unsere Spitzenposition in Forschung, Lehre und sportwissenschaftlicher Innovation langfristig sichern und weiter ausbauen können.“ Er wies darauf hin, dass die DSHS bei den renommierten „QS World University Rankings“, einem weltweiten Hochschulranking, 2026 im Bereich Sportwissenschaft den zehnten Platz belegt und in der Kategorie „Academic Reputation“ sogar an vierter Stelle steht. „Wir haben in den letzten Jahren einen unglaublichen Aufschwung erlebt“, sagte der Rektor.

Die DSHS ist Deutschlands einzige und Europas größte Sportuniversität. Aktuell studieren mehr als 6000 Menschen aus über 90 Ländern in 25 Studiengängen an der 79 Jahre alten Einrichtung. Wüst nannte sie ein „Aushängeschild für den Sport in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen“. Sie verbinde wissenschaftliche Erkenntnisse und Sportpraxis „auf vorbildliche Weise“, vom Breiten- bis zum Leistungs- und Spitzensport. Die Millionenförderung für die Modernisierung sei nicht nur eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Hochschule, sondern auch ein Beitrag zur Bewerbung der Region Rhein-Ruhr mit Köln als „Leading City“ für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Wie Wüst sagte auch Oberbürgermeister Torsten Burmester, die Finanzierungszusage für die DSHS sei ein Beispiel dafür, dass das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes Wirkung zu entfalten beginne.

Der Bund hat den Ländern insgesamt 100 Milliarden Euro aus diesem kreditfinanzierten Vermögen zur Verfügung gestellt. NRW hat 21,1 Milliarden bekommen. Sie bilden den Grundstock des Nordrhein-Westfalen-Plans für gute Infrastruktur; das Land hat eigene Mittel hinzugefügt. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren stellt die Landesregierung insgesamt 31,2 Milliarden Euro für Investitionen bereit. Davon sind 2,3 Milliarden für die Bereiche Hochschulen, Hochschulmedizin und Forschung reserviert.