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Corona in KölnZwei Veedel mit Inzidenz über 500 – Viele Kinder infiziert

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Stadtpanorama im Frühjahr 2021.

Köln – Vor allem festgestellte Infektionen von Kindern und Jugendlichen treiben derzeit den Inzidenz-Anstieg in Köln. Am Samstag liegt die Zahl der Corona-Infektionen in sieben Tagen je 100.000 Einwohner bei 154 – die Inzidenz bei 10- bis 19-Jährigen hingegen bei 432,8.

Der Blick auf die Verbreitung des Virus in den Veedeln zeigt, dass es eine hohe Spreizung gibt. In der abgelaufenen Woche liegt die Inzidenz in zwei Stadtteilen bei 0 (Elsdorf, Libur) und in zwei Stadtteilen bei über 500 (Gremberghoven, Volkhoven/Weiler). In Stadtteilen mit wenigen Einwohnern führen schon einzelne Infektionen zu hohen Inzidenzen, doch auch bevölkerungsreiche Stadtteile verzeichnen deutlich gestiegene Werte.

In Kalk mit seinen mehr als 24.000 Einwohnern liegt die Inzidenz am 25. August bei 315. 100 positiv getestete Menschen sind dort in Quarantäne. Die regelmäßigen Tests in Schulen sind ein Grund dafür, weshalb viele Infektionen entdeckt werden. Das Gesundheitsamt stößt daher bereits an seine Kapazitätsgrenzen – und wegen Verzögerungen bei der Analyse der Klassentests müssen Schulklassen teils mehrere Tage geschlossen in Quarantäne, obwohl die Landesregierung die Zahl der Quarantänefälle eigentlich begrenzen wollte.

Nach Angaben der Stadt waren am Freitag 742 Schülerinnen und Schüler infiziert – im Durchschnitt also mehr als zwei pro Schule. Auch 92 Kita-Kinder sind positiv getestet. Insgesamt sind laut Gesundheitsamt 2113 Kontaktpersonen aus Schulen und Kitas in Quarantäne – eine „sehr hohe Zahl“, so Gesundheitsamt-Chef Johannes Nießen. (Lesen Sie hier, welche Regeln aktuell für Quarantäne und Isolation gelten.)

Mit dem Anstieg der Inzidenz ist auch die Zahl der Patienten und Patientinnen in Kölner Krankenhäusern gestiegen. Mitte der Woche lagen 122 Männer und Frauen mit Covid-19 auf Stationen, etwa 50 Prozent mehr als in der Woche zuvor. 37 Patienten mussten auf Intensivstationen behandelt werden. Vor allem Nichtgeimpfte sind anfällig für schwere Krankheitsverläufe.

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Eine Impfung schützt zwar nicht in jedem Fall vor einer Ansteckung, aber sie senkt deutlich die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Covid-Verlauf zu erleiden.