Nach monatelanger DiskussionKölner Zentralbibliothek wird saniert – Förderverein ist „sehr zufrieden“

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Das Bild zeigt die Außenansicht der Zentralbibliothek.

Das Bild zeigt die Außenansicht der Zentralbibliothek.

Nach anhaltender Diskussion herrscht nun Klarheit: Die Kölner Zentralbibliothek am Neumarkt wird in den nächsten Jahren saniert.

Die Kölner Zentralbibliothek am Neumarkt wird in den nächsten Jahren saniert und bleibt damit dort, wo sie ist. Das hat der Stadtrat am Dienstagabend wie erwartet beschlossen. Laut eines Sprechers der Stadt stimmten alle Ratsmitglieder dafür, nur die AfD enthielt sich demnach. 

Zuvor hatte es eine monatelange Diskussion darüber gegeben, ob die Sanierung, ein Neubau oder doch ein dauerhafter Umzug auf die Hohe Straße die beste Lösung ist. Auf der Kölner Einkaufsstraße baut ein privater Besitzer gerade ein Gebäude um, die Bibliothek wird es ausschließlich während der Sanierung des Gebäudes von 1979 am Neumarkt nutzen. Das steht nun fest.

Nach aktuellem Stand soll die Generalsanierung zwischen Januar und März 2024 beginnen, zwischen Oktober und Dezember 2027 soll die Kultureinrichtung wieder dort einziehen und eröffnen.

Bürgermeister Elster hatte Diskussion ausgelöst

Unter anderem der Förderverein der Zentralbibliothek hatte sich für die Sanierung eingesetzt, sein Vorsitzender Anton Bausinger sagte am Mittwochmorgen: „Ich bin sehr zufrieden mit der weisen Entscheidung des Rates, die sehr viel Kosten und Zeit spart. Das Flaggschiff der Kölner Kultur kann jetzt wieder auf hoher See starten.“ Auch andere Gruppen hatten offene Briefe geschrieben, beispielsweise der Kölner Ableger des Bundes Deutscher Architekten forderte die Sanierung.

Das Bild zeigt ein eingerüstetes Haus auf der Hohe Straße.

Das Haus auf der Hohe Straße wird zum Ausweichquartier für die Zentralbibliothek.

Die Diskussion, ob die Sanierung, ein Neubau oder doch der dauerhafte Umzug auf die Hohe Straße die jeweils bessere Lösung ist, hatte vor allem CDU-Bürgermeister Ralph Elster im Januar ausgelöst. Doch am Dienstag stimmte die CDU für die Sanierung, die aktuell mit rund 140 Millionen Euro angegeben ist. Unter anderem die Kostenexplosion von rund 81,5 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro hatte dafür gesorgt, dass die Verwaltung den Rat erneut über das Großbauprojekt abstimmen ließ. Sie wollte sich absichern. Der Rat hatte die Sanierung schon 2018 beschlossen.

Rat folgt Empfehlung der Verwaltung

Die Stadt hatte zu den Vorteilen des Umzuges auf die Hohe Straße geschrieben: „Die dauerhafte Standortverlagerung der Zentralbibliothek an die zentrale Handelslage Hohe Straße böte die Möglichkeit, die eher monofunktionale Einzelhandelsnutzung durch eine öffentliche Nutzung zu ergänzen.“ Doch letztlich überwogen laut Verwaltung die Vorteile der Sanierung, der Rat folgte nun der Empfehlung der Stadt.

Das Interimsgebäude auf der Hohe Straße soll nach dem letzten Stand bis Ende des Jahres umgebaut sein und dann vermutlich Anfang 2024 eröffnen. Allerdings erstellt der Besitzer laut Stadt gerade einen Zeitplan. Am Mittwoch war er für Nachfragen nicht zu erreichen.

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