Mehrfach änderte Rolex seine Pläne für das markante Gebäude am Hauptbahnhof: Nun soll dort ein Hotel mit Gastronomie entstehen.
Luxusuhren-Hersteller ändert PläneRolex plant neues Hotel direkt am Kölner Hauptbahnhof

Das schwarze Rolex-Gebäude am Hauptbahnhof.
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Ursprünglich wollte der Luxusuhren-Hersteller Rolex sein Gebäude direkt am Kölner Hauptbahnhof abbrechen und neu bauen, um dort wie bisher seine Werkstätten und Büros unterzubringen. Doch stattdessen will das Unternehmen ein Hotel und eine Gastronomie an der Stelle einziehen lassen. Das geht aus einer Präsentation für die vergangene Sitzung des Gestaltungsbeirates hervor.
Wo Rolex seinen Hauptsitz zukünftig hat, bleibt damit offen, weil das Unternehmen sich dazu nicht konkret äußert.
Die Neubaupläne hatte Rolex schon Anfang des Jahres unter anderem aus Kostengründen aufgegeben (wir berichteten am 28. Januar). Damals teilte eine Rolex-Sprecherin mit, dass das Unternehmen „weitere Optionen für die vollständige Sanierung des Gebäudes und alternative Nutzungsmöglichkeiten“ prüft. Diese stehen nun fest.

Der Blick auf die Rückseite des Gebäudes.
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Damit stellt sich die Frage, wo Rolex zukünftig seinen Hauptsitz hat. Seit 1956 ist es Köln. Ab 1983 nutzte der deutsche Ableger des Schweizer Uhrenherstellers das Gebäude von 1976 an der Westseite des Doms neben der katholischen Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Im Januar hatte die Sprecherin mitgeteilt: „Rolex Deutschland bleibt der Stadt Köln, unserer Heimat seit über 70 Jahren, weiterhin treu.“
Umzug in die Messe-City
Damals hatte sie angekündigt, ab Mai schrittweise nach Deutz umzuziehen, und zwar in das Büroviertel Messe-City. Es blieb aber offen, ob dieser Umzug interimsweise oder dauerhaft ist. In den Aussagen der Sprecherin war zumindest keine Rede davon, dass der neue Standort nur eine Übergangslösung sein soll. Das ließ schon damals die Frage offen, ob Rolex überhaupt wieder zurück an die Domprobst-Ketzer-Straße auf der Westseite des Hauptbahnhofs zieht.
Durch die veränderten Nutzungspläne für ein Hotel und eine Gastronomie wird diese Frage drängender. Die Unternehmenssprecherin beantwortete die Frage nicht, wo Rolex langfristig seine Werkstätten und seine Büros hat und ob die Aussage noch aktuell ist, dass das Unternehmen in Köln bleibt. Aktuell könne Rolex „keine weiterführenden Informationen bereitstellen“.
Wie berichtet, hatte Rolex im vergangenen Juli seinen Architektenentwurf für das neue Gebäude im städtischen Gestaltungsbeirat vorgestellt – und einige kritische Stimmen dazu gehört. Der Gestaltungsbeirat hatte sich eine Nachbearbeitung gewünscht. Für die Sanierung kündigte das Unternehmen jetzt ein Verfahren an, um herauszufinden, wie die neue Fassade aussehen soll.

