Vor dem RathausDemonstration für Neubau des Lino-Clubs in Köln-Lindweiler

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Mehrere Menschen halten ein buntes Tuch.

Farbenfrohe Demo vor dem Rathaus

Die Stadt Köln zeigte sich gesprächsbereit, was die Zukunft des Neubaus auf dem Gelände des Lino-Clubs betrifft.

Mit Ratschen, Tröten und Trillerpfeifen hatte sich eine Menge von 80 bis 100 Personen vor dem Rathaus auf dem Theo-Burauen-Platz versammelt, um lautstark auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: Dem Bauprojekt eines Mehrgenerationenhauses, das auf dem Gelände des sozialen Zentrums Lino-Club in Lindweiler entstehen soll, droht aufgrund ausufernder Baukosten das Aus.

Neben Geschäftsführer Hans-Josef Saxler, weiteren Mitarbeitenden sowie Kindern und Jugendlichen, die die Angebote des Lino-Clubs nutzen, waren auch Vertreter des Bürgervereins Lindweiler vor Ort, Mitglieder der Bezirksvertretung Chorweiler und Ratsleute aus dem Kölner Norden, außerdem Pfarrer Temur Johannes Bagherzadeh aus dem Vorstand des Lino-Clubs und Architekt Konstantin Pichler, der das Mehrgenerationenhaus entworfen hatte.

Köln-Lindweiler: Demonstration für neues Mehrgenerationenhaus

Saxler hatte in der vorangegangenen Woche zu der Demonstration vor der jüngsten Ratssitzung aufgerufen, nachdem er von einer Beschlussvorlage der Verwaltung erfahren hatte, in der diese dem Rat ohne eine Alternative zu nennen, empfehlen soll, das Projekt einzustellen, da sie keine Möglichkeit zur Finanzierung sehe. Schon zu Beginn der Demonstration hatte Saxler eine gute Nachricht erhalten. „Die Vorlage ist für die heutige Sitzung von der Tagesordnung genommen worden, das ist schon mal ein kleiner Teilerfolg“, sagte er. „Eine Lösung ist das aber noch nicht. Die Stadtverwaltung sagt seit 18 Monaten, man suche nach einer Lösung – ich sage, wir müssen schnell eine Lösung finden.“

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Denn wenn die 8,2 Millionen Euro Fördergeld bis Ende des Jahres nicht ausgegeben sind, geht die Summe an das Land NRW zurück. Derweil steigen die Kosten weiter. „Angesichts der Preisentwicklung kostet jeder weitere Monat Verzögerung inzwischen 200 000 Euro“, sagte Saxler. Ihm sei bewusst, dass die Situation auch für die Stadt finanziell schwierig sei. „Aber ich finde es fatal, ausgerechnet einem Stadtteil Mittel zu entziehen, in dem sich die sozialen Probleme durch Pandemie und Inflation noch einmal verschärft haben“, so Saxler.

Dass wir nun eingeladen werden, uns an der Lösungsfindung zu beteiligen, stimmt mich vorsichtig optimistisch
Hans-Josef Saxler, Geschäftsführer Jugendzentrum Lino-Club

Er betonte seine Kompromissbereitschaft: „Wir sind zu allem bereit, was die Sache vorwärtsbringt“. Einen Hoffnungsschimmer gibt es wohl, denn inzwischen habe er eine Einladung zu einem „Gespräch auf Dezernentenebene“ erhalten, so Saxler: „Dass wir nun eingeladen werden, uns an der Lösungsfindung zu beteiligen, stimmt mich vorsichtig optimistisch“.

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