Eine Petition soll den möglichen neuen Tunnel durch die Kölner Innenstadt verhindern und hat bislang rund 2000 Unterstützer.
Unterstützung aus dem StadtratAktivisten starten Petition gegen Tunnelbau in der Kölner Innenstadt

Wie eine 90-Meter-Bahn in der Innenstadt ungefähr aussehen würde.
Copyright: Montage: Hahn/Google Earth (Image Landsat/Copernicus)/3D Warehouse(Jabhnko R.)
Das „Bündnis Verkehrswende“ versucht, einen möglichen Tunnelbau in der Kölner Innenstadt mithilfe einer Petition zu verhindern. „OBEN BLEIBEN mit der Straßenbahn! Verkehrswende statt Tunnel!“, ist die Online-Petition, für die es inzwischen mehr als 2100 Unterschriften gibt, betitelt. Als zentrale Argumente für den oberirdischen Stadtbahn-Ausbau nennen die Aktivisten die hohen Kosten für den Tunnelbau, die langen Fußwege an den Haltestellen und die klimatischen Folgen eines Baus.
Unterstützung bekommen sie dabei von vielen Vereinen und Institutionen aus dem gesellschaftspolitisch linken Spektrum: „Attac Köln“, „Fridays for Future“ und „Extinction Rebellion“ unterstützen die Petition ebenso wie die „Grüne Jugend“ und „Kidical Mass“.
Erste Beratung im Kölner Stadtrat voraussichtlich im Juni
Auch „Fuß e.V.“ und „Arbeitskreis Barrierefreies Köln“ gehören zu den Unterstützern. Und auch im Stadtrat gibt es Zustimmung: Die Linksfraktion hat am Dienstag bekannt gegeben, die Petition zu unterstützen.
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„Wenn über 20 zivilgesellschaftliche Verbände die Tunnellösung vehement ablehnen, ist die Kölner Politik gut beraten, die Argumente sehr ernst zu nehmen“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Michael Weisenstein, der mit seiner Partei seit Jahren für einen oberirdischen Ausbau wirbt.
Erstmals wird der Stadtrat voraussichtlich im Juni darüber beraten, ob die vorgesehenen 90-Meter-Bahnen künftig ober- oder unterirdisch über die Ost-West-Achse fahren sollen. Zuvor will die Verwaltung beide Varianten ausführlich vorstellen. (pg)

