270 Millionen Euro lautet die aktuelle Kostenprognose für den derzeit laufenden Bau des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).
Höhere Kosten, längere BauzeitSo steht es um das neue Hochhaus am Bahnhof Deutz

Am Bahnhof Messe/Deutz lässt der Landschaftsverband Rheinland ein neues Hochhaus bauen.
Copyright: Martina Goyert
Viele Bahnreisende sehen seit Jahren gegenüber des Bahnhofs Messe/Deutz eine Baustelle. Dort lässt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) seit 2021 am Ottoplatz seine alte Zentrale abbrechen und an seiner Stelle ein neues Hochhaus mit einer Höhe von 69,5 Meter bauen.
Der LVR schreibt dazu: „In dem weithin sichtbaren Gebäudekomplex, der aus einem 18-geschossigen Hochhaus und einer daran anschließenden fünf- bis sechsgeschossigen Mantelbebauung mit begrünten Dächern besteht, entstehen über 1000 Arbeitsplätze.“
Asbest verursachte Probleme
Doch das Großbauprojekt wird teurer und dauert länger: Ursprünglich sollte das Gebäude Ende 2025 fertig sein, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr darauf einziehen.
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Das verzögert sich um drei Jahre, unter anderem weil Asbest gefunden wurde. Statt eines Abbruchs mit großen Geräten mussten die Arbeiter das Gebäude am Ottoplatz vereinfacht gesagt klein sägen und schneiden, die Betonteile durften höchstens zwei mal drei Meter groß sein.
Preissteigerungen verteuern den Bau
Auch die Baukosten sind stark gestiegen: Aus einst 145 Millionen Euro sind zunächst 230 Millionen Euro und mittlerweile 270 Millionen Euro geworden.
Ein Sprecher des LVR teilte mit: „Der Grund für die Kostensteigerung sind die seit Anfang 2020 eingetretenen deutlichen Preissteigerungen im Bausektor.“ Im August ließ der LVR den Grundstein legen, 2017 haben die Architekten von Kadawittfeld den Wettbewerb zum Design des Gebäudes gewonnen. Auch eine Tiefgarage gehört dazu.
Der LVR besteht aus 13 kreisfreien Städten und zwölf Kreisen sowie der Städteregion Aachen. Laut eigener Aussage übernimmt er Aufgaben für die etwa 9,8 Millionen Menschen im Rheinland und besitzt unter anderem 41 Schulen, zehn Kliniken sowie 20 Museen und Kultureinrichtungen. (mhe)

