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Kölner ParkchaosBezirkspolitiker wollen Wildparken am Äußeren Grüngürtel unterbinden

Lesezeit 2 Minuten
Autos stehen auf dem Grünstreifen.

Wildparken im Äußeren Grüngürtel

Immer wieder werden die Autos auf dem Grünstreifen neben der Fahrbahn abgestellt. Dies zu unterbinden, scheint eine echte Herausforderung zu sein.

Immer wieder, wenn Veranstaltungen im Franz-Kremer-Stadion des 1. FC Köln im Äußeren Grüngürtel stattfinden, oder schönes Wetter viele Besucherinnen und Besucher in die Anlage lockt, parken reihenweise Autos im Grünstreifen neben dem Militärring und zerstören ihn so. Besonders in dem Abschnitt zwischen Friedrich-Schmidt- und der Fußgängerbrücke an der Dürener Straße sowie dem Abschnitt zwischen Gleueler- und Berrenrather Straße stellen regelmäßig Autofahrer ihre PKW auf der Grünfläche ab.

Die Bezirksvertretung Lindenthal hat daher die Verwaltung per Beschluss aufgefordert, das illegale Wildparken entlang des Militärrings im Äußeren Grüngürtel wirkungsvoll zu unterbinden. So soll sie die betroffenen Bereiche beispielsweise durch Poller schützen. Wenn das nicht möglich ist, soll das Ordnungsamt die Bereiche kontrollieren und das Falschparken ahnden.

Kölner Stadtverwaltung weist Zuständigkeit von sich – Landesbetrieb sieht keine Möglichkeit

Die Stadtverwaltung sieht allerdings keine Möglichkeit, die Grünfläche stärker zu schützen als bisher: „Das Ordnungsamt kontrolliert bereits regelmäßig Parkverstöße auf dem Militärring im Bereich des Äußeren Grüngürtels“, schreibt Robert Baumanns, Sprecher der Stadt. Für einen anderen Schutz der Flächen, beispielsweise durch das Aufstellen von Pollern, sei die Stadtverwaltung nicht zuständig, sondern der Landesbetrieb Straßenbau NRW. In seine Verantwortung würden jeweils zwei Meter des Grüngürtels neben der Landesstraße Militärring fallen.

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Der Landesbetrieb lehnt ein Abpollern der Bereiche neben der Straße jedoch ab: „Wir bauen grundsätzlich keine Poller oder feste Objekte im Bereich von Bundes- oder Landesstraßen ein, da dies unbewegliche Hindernisse sind, die mit Betonfundament im Boden eingebaut werden müssten und bei einem Anprall eines Fahrzeugs zu schweren Personenschäden führen könnten“, schreibt Torsten Gaber vom Landesbetrieb.

Sie würden eine potenzielle Gefahr für Verkehrsteilnehmende darstellen. Für andere Arten, den Bereich zu sichern, sieht er derzeit keine Handlungsgrundlage: „Sollte sich die Stadt an uns wenden und diese Problematik ansprechen, werden wir gemeinsam prüfen, ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, das Parken dort zu erschweren“, schreibt Gaber. „Die Thematik des Falschparkens an der Militärringstraße ist von der Stadt Köln allerdings bisher noch nicht an den Landesbetrieb herangetragen worden.“

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